Zurück zum Kurs

TMSnat-Vorbereitung 2027

0% geschafft
0 von 0 Schritten
  1. TMSnat: Diagnostik – deine persönliche Lernsituation
  2. Komplette Testsimulation zur Einstufung
  3. Personalisierter Lernplan
  4. Heutige To-Do-Liste
  5. Ergebnisse abgeschlossener Testsimulationen
  6. Dein Vorbereitungsstand im Verlauf
  7. Kopfrechen-Trainer
  8. Einführung

    Medizin studieren in Deutschland
    7 Themen
  9. Termine, Anmeldung und Formalitäten
    5 Themen
  10. Aufbau des TMSnat
    2 Themen
  11. Der Testtag
    3 Themen
  12. Bewertung und Studienplatzvergabe
    2 Themen
  13. TMSnat-Vorbereitung
    7 Themen
  14. Naturwissenschaftliche Kenntnisse
    Biologie
    9 Themen
    |
    9 Tests
  15. Chemie
    8 Themen
    |
    8 Tests
  16. Physik
    5 Themen
    |
    5 Tests
  17. Mathematik
    5 Themen
    |
    4 Tests
  18. Kognitive Fähigkeiten
    Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis
    25 Tests
  19. Quantitative und formale Probleme
    25 Tests
  20. Fakten lernen
    25 Tests
  21. Textverständnis
    25 Tests
  22. Diagramme und Tabellen
    25 Tests
  23. Arithmetisches Problemlösen
    31 Tests
Test 1 von 182

Textverständnis · Testteil 14

Deniz Tafrali 28. August 2026

Die 4 Texte zu diesem Testteil findest du oben im Reiter „Materialien“. Dort kannst du sie lesen oder als PDF herunterladen und ausdrucken — das PDF trägt einen QR-Code, der dich zurück hierher bringt.

Es sind 4 Texte von je etwa einer Seite:

  1. Text 1: Der Bau des Zahnes
  2. Text 2: Was ein Fieber leistet
  3. Text 3: Wie ein Bluterguss vergeht
  4. Text 4: Der Kreislauf des Wassers in der Landschaft

Halte sie während der Bearbeitung offen. Die Aufgaben kommen in der Reihenfolge der Texte. Gefragt ist jedes Mal, ob sich eine Aussage aus dem jeweiligen Text ableiten lässt; Fachwissen brauchst du dafür nicht.

20 Aufgaben, fünf Antwortmöglichkeiten, genau eine ist richtig. Im Test sind für diese Aufgabengruppe 50 Minuten vorgesehen.

Die Texte zu diesem Testteil. Du kannst sie hier lesen oder als PDF herunterladen und ausdrucken – das PDF trägt einen QR-Code, der dich zurück zu diesem Testteil führt.

Zur Beurteilung der Aussagen sind keine besonderen Fachkenntnisse erforderlich. Alle nötigen Angaben stehen im Text. Die Aufgaben kommen in der Reihenfolge der Texte.

Text 1: Der Bau des Zahnes

Ein Zahn besteht aus drei harten Substanzen und einem weichen Kern. Die äußerste Schicht der Krone ist die härteste Substanz des Körpers; sie enthält kaum organisches Material und keine Zellen. Daraus folgt unmittelbar ihre entscheidende Eigenschaft: Sie kann nicht nachwachsen. Was von ihr an Substanz verloren geht, bleibt verloren — anders als beim Knochen, der sich fortlaufend erneuert.

Darunter liegt eine zweite Hartsubstanz, die weicher ist und von feinsten Kanälchen durchzogen wird. Diese Kanälchen stehen mit dem weichen Kern in Verbindung, der Gefäße und Nerven enthält. Wird die äußerste Schicht durchbrochen, so erreichen Reize über die Kanälchen den Kern — daraus erklärt sich die Empfindlichkeit auf Kaltes und Süßes, sobald der Schutz der äußersten Schicht fehlt. Am Wurzelbereich fehlt diese äußerste Schicht ohnehin; dort liegt eine dritte, dünnere Substanz auf, die den Zahn im Kieferknochen verankert.

Die Verankerung selbst ist beweglich. Der Zahn steht nicht starr im Knochen, sondern hängt in einem schmalen Spalt an straffen Fasern. Diese Aufhängung federt den Kaudruck ab und meldet zugleich, wie stark gebissen wird. Sie erklärt auch, warum ein Zahn sich unter dauerhaftem sanftem Druck durch den Knochen bewegen lässt: Auf der Druckseite wird Knochen abgebaut, auf der Zugseite angebaut.

Die Zerstörung der Zahnsubstanz beginnt nicht mit einem Loch, sondern mit einem Verlust an Mineral. Bakterien auf der Zahnoberfläche bilden aus Zucker Säure; diese löst Mineral aus der äußersten Schicht heraus. Zwischen den Mahlzeiten kehrt der Speichel den Vorgang teilweise um und lagert Mineral wieder ein. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge des aufgenommenen Zuckers, sondern die Häufigkeit: Viele kleine Portionen über den Tag halten den Säureangriff dauernd aufrecht und lassen keine Zeit für die Wiedereinlagerung.

Aus dem Aufbau folgt schließlich, warum ein Schaden lange unbemerkt bleiben kann. Die äußerste Schicht enthält keine Nerven; erst wenn der Verlust die zweite Substanz erreicht, entstehen Empfindungen. Ein Zahn kann also bereits erheblich geschädigt sein, bevor er sich bemerkbar macht — und umgekehrt kann ein Zahn schmerzen, dessen Schaden von außen kaum zu sehen ist, weil die Zerstörung sich unter einer noch geschlossenen Oberfläche ausgebreitet hat.

Text 2: Was ein Fieber leistet

Fieber ist keine Störung der Temperaturregelung, sondern deren geordnete Verstellung. Bei einer Infektion setzen Abwehrzellen Botenstoffe frei; diese erreichen eine Stelle im Zwischenhirn und heben dort den Sollwert an. Alles Weitere folgt der gewöhnlichen Regelung — der Körper behandelt sich als zu kalt und heizt, bis der neue Sollwert erreicht ist.

Dass diese Verstellung nützt, lässt sich aus mehreren Beobachtungen ableiten. Viele Krankheitserreger vermehren sich bei erhöhter Temperatur schlechter. Zugleich arbeiten mehrere Abwehrvorgänge rascher. Bemerkenswert ist außerdem, dass Fieber sich nicht nur beim Menschen findet: Auch wechselwarme Tiere suchen bei einer Infektion wärmere Orte auf und erhöhen so ihre Körpertemperatur — obwohl ihnen dies Mühe kostet. Ein Verhalten, das Aufwand verursacht und dennoch weit verbreitet ist, spricht dafür, dass es einen Nutzen hat.

Der Nutzen hat allerdings einen Preis. Der Grundumsatz steigt je Grad um etwa ein Zehntel; Herz und Atmung müssen entsprechend mehr leisten. Für einen gesunden Erwachsenen ist das unerheblich, für ein geschwächtes Herz oder bei schwerer Erkrankung nicht. Zudem kann sehr hohes Fieber für sich genommen schaden, weil Eiweiße bei zu hoher Temperatur ihre Form verlieren.

Daraus ergibt sich eine abgestufte Haltung zur Behandlung. Fieber ist kein Zustand, der um jeden Preis beseitigt werden müsste — wer es senkt, beseitigt nicht die Ursache, sondern eine Antwort auf sie. Gesenkt wird deshalb dann, wenn der Preis den Nutzen übersteigt: bei starkem Krankheitsgefühl, bei Erkrankungen des Herzens oder bei sehr hohen Werten. Die Höhe des Fiebers allein ist dabei ein schlechter Maßstab; entscheidend ist der Zustand des Kranken.

Eine besondere Beachtung verdient der Verlauf. Fieber, das über Wochen ohne erkennbare Ursache anhält, ist etwas anderes als Fieber im Rahmen eines akuten Infekts, auch wenn die gemessene Temperatur dieselbe ist. Und der Abfall verdient Aufmerksamkeit: Sinkt der Sollwert wieder, so ist der Körper nun zu warm und gibt Wärme ab — er schwitzt und weitet die Hautgefäße. Diese Phase kann bei geschwächten Menschen zu einem deutlichen Abfall des Blutdrucks führen, weil sich die Gefäße weiten, während das Blutvolumen durch das Schwitzen zugleich abnimmt.

Text 3: Wie ein Bluterguss vergeht

Ein Bluterguss entsteht, wenn kleine Gefäße unter der Haut zerreißen und Blut ins Gewebe austritt. Die Haut selbst bleibt dabei unverletzt; das ausgetretene Blut liegt unter ihr und schimmert hindurch. Weil es sich um Blut außerhalb der Gefäße handelt, kann es nicht abfließen — es muss vor Ort abgebaut werden.

Der Farbwechsel, den ein solcher Erguss durchläuft, ist kein Zufall, sondern spiegelt die Schritte dieses Abbaus. Zunächst erscheint der Erguss rötlich, weil der Blutfarbstoff noch Sauerstoff trägt. Nach einigen Stunden gibt er den Sauerstoff ab und wird dunkler, oft bläulich bis fast schwarz. In den folgenden Tagen wird der Farbstoff von einwandernden Fresszellen zerlegt; dabei entstehen nacheinander zwei Abbauprodukte, von denen das eine grün, das andere gelblich-braun ist. Der Erguss durchläuft die Farben also in einer festen Reihenfolge, und aus der Farbe lässt sich grob auf das Alter schließen.

Wie schnell dieser Ablauf vergeht, hängt von der Durchblutung und von der Menge des ausgetretenen Blutes ab. An gut durchbluteten Stellen sind Fresszellen rascher zur Stelle. Ein großer Erguss braucht länger, weil mehr abzubauen ist; er kann zudem so viel Druck aufbauen, dass die Durchblutung des umgebenden Gewebes leidet — dann verlangsamt sich der Abbau zusätzlich.

Die Schwerkraft mischt sich ein und verwischt das Bild. Das flüssige Blut sinkt im Gewebe nach unten, sodass die Verfärbung im Verlauf tiefer erscheinen kann als die Stelle des Stoßes. Ein Erguss am Oberschenkel kann daher nach Tagen am Knie sichtbar werden, ohne dass dort je etwas geschehen wäre. Wer allein von der Lage auf den Ort der Verletzung schließt, kann sich daher irren.

Aus dem Ablauf folgen die üblichen Empfehlungen. Kühlung in den ersten Stunden verengt die Gefäße und begrenzt die austretende Menge; sie wirkt also nur, solange noch Blut austritt. Später nützt Kühlung nicht mehr, sondern verlangsamt den Abbau eher. Wärme und Bewegung fördern in dieser zweiten Phase die Durchblutung und damit den Abbau. Dieselbe Maßnahme kann also je nach Zeitpunkt nützen oder schaden — nicht weil sie anders wirkt, sondern weil sich das Ziel geändert hat.

Text 4: Der Kreislauf des Wassers in der Landschaft

Wasser, das als Regen auf eine Landschaft fällt, nimmt einen von drei Wegen. Es kann an der Oberfläche abfließen, es kann in den Boden einsickern, oder es kann verdunsten und über die Blätter der Pflanzen wieder in die Luft gelangen. Wie sich die Menge auf diese drei Wege verteilt, hängt weniger vom Regen selbst ab als von der Beschaffenheit der Fläche, auf die er fällt.

Entscheidend ist die Aufnahmefähigkeit des Bodens, und diese hat eine Grenze. Fällt Regen langsamer, als der Boden aufnehmen kann, so sickert alles ein. Fällt er schneller, so fließt der Überschuss oberflächlich ab, gleich wie trocken der Boden ist. Ein kurzer, heftiger Guss kann deshalb mehr Abfluss erzeugen als ein Landregen, der insgesamt weit mehr Wasser bringt. Entscheidend ist demnach nicht die Gesamtmenge des Regens, sondern das Verhältnis zwischen der Menge je Zeit und der Aufnahmefähigkeit des Bodens.

Der Bewuchs wirkt auf zweifache Weise. Blätter fangen einen Teil des Regens ab, der von dort verdunstet, ohne den Boden je erreicht zu haben. Und Wurzeln lockern den Boden und schaffen Wege, über die Wasser tiefer eindringt. Ein bewachsener Hang gibt Regen deshalb verzögert und gleichmäßiger ab als ein kahler. Wird der Bewuchs entfernt, so steigt der Anteil des oberflächlichen Abflusses — und mit ihm die Menge an Boden, die abgetragen wird.

Das eingesickerte Wasser bewegt sich langsam abwärts, bis es auf eine undurchlässige Schicht trifft. Darüber sammelt es sich und bildet den Grundwasserkörper, dessen Oberfläche der Geländeform in abgeschwächter Form folgt. Von dort strömt es seitlich weiter und tritt an tiefer gelegenen Stellen als Quelle wieder aus. Dieser Weg dauert je nach Untergrund Wochen bis Jahrzehnte — was erklärt, warum Quellen auch in langen Trockenperioden weiterschütten und warum eine Verunreinigung des Grundwassers erst lange nach ihrer Entstehung bemerkt wird.

Die Versiegelung von Flächen greift an der ersten Weggabelung ein. Auf einer versiegelten Fläche entfallen Einsickern und Verdunstung über Pflanzen nahezu vollständig; nahezu alles fließt ab, und zwar rasch. Zwei Folgen ergeben sich daraus zugleich: Bei starkem Regen erreichen große Mengen die Gewässer in kurzer Zeit, und in Trockenzeiten fehlt das Wasser, das sonst langsam aus dem Boden nachgeliefert würde. Dieselbe Maßnahme verschärft also Hochwasser und Trockenheit — was zunächst widersprüchlich klingt, aber auf derselben Ursache beruht: dem Verlust der Verzögerung.

E-Learning-Kurs · TMSnat-Vorbereitung 2027

Diesen Übungstest gibt es im TMSnat-Vorbereitung 2027-Kurs

Die Übungstests mit allen Fragen, Auswertungen und Erklärungen gehören zum Kurs. Dort bearbeitest du sie in Prüfungsansicht, mit Zeitmessung und ausführlichen Lösungswegen. Den vollständigen Kurs gibt es für € 199.

Zum TMSnat-Vorbereitung 2027-Kurs