Fakten lernen
Allgemeines
Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?
- Einprägephase: 15 Personen in 6 Minuten, rund 24 Sekunden je Person
- Reproduktionsphase: 20 Aufgaben in 7 Minuten, rund 21 Sekunden je Aufgabe
- Dazwischen liegt das Textverständnis mit 50 Minuten
| Stellung im Test | Die einzige der sieben Aufgabengruppen, die in zwei Phasen geschrieben wird – als vierter und als sechster Block des Testtags |
| Einprägephase | 6 Minuten für 15 Personen, rund 24 Sekunden je Person |
| Dazwischen | Das Textverständnis mit 50 Minuten |
| Reproduktionsphase | 20 Fragen in 7 Minuten, rund 21 Sekunden je Frage |
| Je Person | Nachname · Altersgruppe · Beruf · ein weiteres Beschreibungsmerkmal · Diagnose |
| Geschlecht | Gehört zu den Angaben, steht aber nicht in einer eigenen Spalte – es ergibt sich aus der Berufsbezeichnung |
| Notizen | In der Einprägephase verboten, ebenso in der Gruppe dazwischen |
| Bewertung | Ein Punkt je richtiger Antwort, keine Minuspunkte |
Welche Fähigkeiten werden geprüft?
- Mehrere miteinander verknüpfte Personendaten in sehr kurzer Zeit einprägen
- Die Zuordnungen nach einer langen Unterbrechung korrekt abrufen
- Ähnliche Namen, Merkmale und Diagnosen so ablegen, dass du sie nicht verwechselst
Fakten lernen prüft, ob du mehrere miteinander verknüpfte Personendaten in sehr kurzer Zeit einprägen und nach einer langen Unterbrechung wieder korrekt abrufen kannst. Du bekommst fünfzehn Personen vorgestellt, und zu jeder gehören der Nachname, die Altersgruppe, der Beruf, ein weiteres Beschreibungsmerkmal und die Diagnose. Das Geschlecht zählt die Testleitung zu den Angaben je Person, auch wenn es keine eigene Spalte hat, denn es ergibt sich aus der Berufsbezeichnung, und abgefragt werden kann es ebenso.
Die Aufgabe ist anspruchsvoller, als die geringe Textmenge vermuten lässt. Das Hauptproblem sind die vielen möglichen Verwechslungen. Ähnliche Namen, ähnliche Merkmale und austauschbare Diagnosen musst du so ablegen, dass die Zuordnung auch nach fünfzig Minuten Pause noch steht.
Weiter kommt deshalb, wer aus den isolierten Angaben bildhafte und räumlich verankerte Erinnerungen erzeugt.

Wie sehen die Aufgaben aus?
Aufgabenstellung
In der Einprägephase bekommst du ein Blatt mit fünfzehn Personen. Zu jeder stehen der Nachname, die Altersgruppe, der Beruf, ein weiteres Beschreibungsmerkmal und die Diagnose. Im amtlichen Beispielsatz verteilen sich die Personen auf fünf Altersgruppen zu je drei Personen. In der Reproduktionsphase, fünfzig Minuten später, wird meist nur eine einzelne Beziehung abgefragt, etwa: „Die Patientin mit dem Schädelbasisbruch ist von Beruf …“ Du musst also nicht jedes Mal alle Informationen einer Person vollständig rekonstruieren.
Antwortmöglichkeiten
Zu jeder Frage stehen fünf Antwortoptionen (A) bis (E), von denen genau eine richtig ist. Alle fünf sind Angaben aus der Einprägephase, also Berufe, Merkmale, Diagnosen, Altersgruppen oder Namen, die auf dem Blatt tatsächlich vorkamen.
Was muss man bei den Aufgaben beachten?
- Das Geschlecht zählt die Testleitung zu den Angaben je Person, auch wenn es keine eigene Spalte hat, denn es ergibt sich aus der Berufsbezeichnung, und abgefragt werden kann es ebenso.
- Das fünfte Feld ist offener als „Eigenschaft“: Es kann ein Wesenszug sein, ein Familienstand oder der Grund der Aufnahme.
- In der Einprägephase und in der Aufgabengruppe dazwischen darfst du keine Notizen machen. Erst in der Reproduktionsphase darfst du wieder schreiben.
- Einzelne Merkmale und Diagnosen kommen im Satz mehrfach vor. Das ist so gewollt.
- Falsche Antworten kosten keine Punkte. Am Ende bleibt kein Feld leer.
Falle · Ein weiteres Merkmal ist nicht immer eine Eigenschaft
Viele bereiten sich darauf vor, sich Charaktereigenschaften zu merken. Das fünfte Feld ist aber offener: In den amtlichen Beispielen stehen dort „impulsiv“ und „kontaktfreudig“, aber ebenso „ledig“, „alleinerziehend“, „drei Kinder“, „Notfall“ und „Krankmeldung“.
Es kann also ein Wesenszug sein, ein Familienstand oder der Grund der Aufnahme. Wer nur auf Eigenschaften trainiert, steht vor „drei Kinder“ ohne fertiges Bild.
Merke · Schreiben ist nicht erlaubt
In der Einprägephase und in der Aufgabengruppe dazwischen darfst du keine Notizen machen. Erst in der Reproduktionsphase darfst du wieder schreiben.
Alles, was du dir merkst, muss also im Kopf abgelegt sein.
Wie wird der Untertest ausgewertet?
Ausgewertet wird jede Aufgabengruppe für sich, und die beiden amtlichen Quellen beschreiben das unterschiedlich: Die Durchführungssatzung nennt ein eindimensionales Rasch-Modell, das aus deinem Antwortmuster einen Fähigkeitswert schätzt und die Gruppen anschließend nach der Zahl der verwerteten Aufgaben gewichtet, die Testleitung dagegen schreibt auf ihrer eigenen Seite, dass die richtigen Antworten je Gruppe gezählt und die Punktzahlen addiert werden. In beiden Darstellungen folgt danach das Equating, das die Ergebnisse verschiedener Testtermine vergleichbar macht. Für dich heißt das vor allem eines: Deine Rohpunktzahl steht nicht im Ergebnisbericht, und dein Ergebnis lässt sich nicht selbst ausrechnen. Bei Fakten lernen zählen dabei die zwanzig Fragen der Reproduktionsphase, die Einprägephase selbst wird nicht gesondert bewertet.
Merke · Was ein Rasch-Modell macht
Von jeder Aufgabe ist aus früheren Einsätzen bekannt, wie schwer sie ist, indem man die Häufigkeit der korrekten Beantwortung ebendieser Frage misst. Das Modell rechnet deine Antworten gegen diese Schwierigkeiten und schätzt daraus einen Wert, der davon unabhängig ist, wie schwer dein Testheft ausgefallen ist. Dieselbe Zahl richtiger Antworten ergibt in einem schwereren Heft also einen höheren Wert.
Ein etwas schwerer geratener Testtermin kann dich damit nicht benachteiligen. Für dich heißt das, dass es keine feste Tabelle gibt, nach der eine bestimmte Zahl richtiger Antworten immer denselben Wert ergibt.
Zwei Folgen davon sind für dich praktisch. Erstens weist dein Testbericht Prozentränge auch für die einzelne Aufgabengruppe aus, du siehst hinterher also genau, wo deine Stärke lag. Zweitens sieht die Durchführungssatzung ein Review-Board vor, das fehlerhafte Aufgaben nachträglich aus der Wertung nimmt, eine missverständliche Aufgabe schadet dir also nicht.
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