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Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

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Allgemeines

Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?

  • 20 Aufgaben in 50 Minuten
  • Pro Aufgabe 2 Minuten und 30 Sekunden
Stellung im TestAufgabengruppe 2, nach den Naturwissenschaftlichen Kenntnissen und vor den Quantitativen und formalen Problemen
Anzahl Aufgaben20
Bearbeitungszeit50 Minuten, also 2,5 Minuten je Aufgabe
AufgabenformatKurzer Fachtext, dazu drei nummerierte Aussagen (I, II, III) und fünf Antwortoptionen (A–E), von denen genau eine richtig ist
Vorwissen nötig?Nein. Alles zur Lösung Nötige steht im Text
BewertungEin Punkt je richtiger Antwort, keine Minuspunkte für falsche

Welche Fähigkeiten werden geprüft?

  • Medizinische und naturwissenschaftliche Informationen aus einem kurzen Text erfassen, verknüpfen und auf Aussagen anwenden
  • Beziehungen, Bedingungen und Folgerungen erkennen
  • Ableitbarkeit beurteilen statt Plausibilität: Steht das im Text, oder klingt es nur richtig?
  • Wirkungsketten und ihre Umkehrungen fehlerfrei nachvollziehen

Diese Aufgabengruppe prüft, wie sicher du medizinische und naturwissenschaftliche Informationen aus einem kurzen Text erfasst, miteinander verknüpfst und auf Aussagen anwendest. Es geht dabei um Beziehungen, Bedingungen und Folgerungen.

Die Texte können aus Anatomie, Physiologie oder Biochemie stammen, und auch unbekannte Fachbegriffe sind möglich. Auch dann zählt allein, welche Informationen der Text bereitstellt und welche Schlüsse daraus zulässig sind.

Vorwissen kann dir den Einstieg erleichtern. Wenn du einen physiologischen Regelkreis schon kennst, verstehst du seine Struktur meist schneller. Für die Bewertung einer Aussage darfst du jedoch keine Information ergänzen, die im Text nicht steht und sich aus ihm auch nicht ableiten lässt.

Wie sehen die Aufgaben aus?

Aufgabenstellung

Jede Aufgabe beginnt mit einem kurzen Fachtext aus Anatomie, Physiologie oder Biochemie, etwa zu einem Regelkreis, einem Enzymmechanismus oder einer Wirkungskette. Darunter stehen drei nummerierte Aussagen (I, II, III). Gefragt wird entweder, welche davon sich aus dem Text ableiten lassen. Oder die zweite Fragestellung dreht die Logik um und sucht die eine Aussage, die sich gerade nicht ableiten lässt.

Antwortmöglichkeiten

Die fünf Antwortoptionen (A) bis (E) nennen Kombinationen der drei Aussagen, etwa „Nur Aussage II trifft zu“ oder „Nur die Aussagen II und III treffen zu“: Genau eine Option ist richtig. Bei Negationsfragen stehen stattdessen fünf einzelne Aussagen zur Wahl, von denen eine nicht ableitbar ist.

Was muss man bei den Aufgaben beachten?

  • Alles zur Lösung Nötige steht im Text. Vorwissen darf dir beim Verstehen helfen, aber keine fehlende Information ersetzen.
  • Innerhalb der Aufgabengruppe steigt die Schwierigkeit an. Die anspruchsvollen Aufgaben stehen hinten, weshalb frühes Hängenbleiben doppelt teuer ist.
  • Im Testheft darfst du frei markieren, unterstreichen und skizzieren; sauber bleiben muss allein der maschinenlesbare Antwortbogen.
  • Verneinungen in der Fragestellung drehen die ganze Logik um. „Nicht ableitbar“ heißt: vier Aussagen stimmen, eine nicht.
  • Falsche Antworten kosten keine Punkte. Am Ende bleibt kein Feld leer.

Wie wird der Untertest ausgewertet?

Ausgewertet wird jede Aufgabengruppe für sich, und die beiden amtlichen Quellen beschreiben das unterschiedlich: Die Durchführungssatzung nennt ein eindimensionales Rasch-Modell, das aus deinem Antwortmuster einen Fähigkeitswert schätzt und die Gruppen anschließend nach der Zahl der verwerteten Aufgaben gewichtet, die Testleitung dagegen schreibt auf ihrer eigenen Seite lediglich, dass die richtigen Antworten je Gruppe gezählt und die Punktzahlen addiert werden. In beiden Darstellungen folgt danach das Equating, das die Ergebnisse verschiedener Testtermine vergleichbar macht. Für dich heißt das vor allem eines: Deine Rohpunktzahl steht nicht im Ergebnisbericht, und dein Ergebnis lässt sich nicht selbst ausrechnen.

Merke · Was ein Rasch-Modell macht
Von jeder Aufgabe ist aus früheren Einsätzen bekannt, wie schwer sie ist, indem man die Häufigkeit der korrekten Beantwortung ebendieser Frage misst. Das Modell rechnet deine Antworten gegen diese Schwierigkeiten und schätzt daraus einen Wert, der davon unabhängig ist, wie schwer dein Testheft ausgefallen ist. Dieselbe Zahl richtiger Antworten ergibt in einem schwereren Heft also einen höheren Wert.

Ein etwas schwerer geratener Testtermin kann dich damit nicht benachteiligen. Für dich heißt das, dass es keine feste Tabelle gibt, nach der eine bestimmte Zahl richtiger Antworten immer denselben Wert ergibt.

Zwei Folgen davon sind für dich praktisch. Erstens weist dein Testbericht Prozentränge auch für die einzelne Aufgabengruppe aus, du siehst hinterher also genau, wo deine Stärke lag. Zweitens sieht die Durchführungssatzung ein Review-Board vor, das fehlerhafte Aufgaben nachträglich aus der Wertung nimmt, eine missverständliche Aufgabe schadet dir also nicht.

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Das steht außerdem in diesem Kapitel

  1. Status praesens
  2. Anamnese
  3. Diagnostik
  4. Therapie
  5. Empfehlung