Evolution
Was Evolution bedeutet
Schau dir einen Menschen, eine Fledermaus, einen Wal und ein Pferd an, völlig verschiedene Tiere, und trotzdem folgen ihre Vorderextremitäten demselben Bauplan: Oberarmknochen, zwei Unterarmknochen, Handwurzel, Finger. Nur die Proportionen sind verschoben. Solche Gemeinsamkeiten inmitten großer Unterschiede sind der Ausgangspunkt der Evolutionsbiologie.
Und sie reichen viel tiefer: Alle Lebewesen bestehen aus Zellen, speichern Information in DNA und teilen sich nach ähnlichen Prinzipien. Der naheliegendste Schluss daraus lautet: Die heutige Vielfalt geht auf gemeinsame Vorformen zurück. Die Unterschiede zwischen den Arten sind nicht Ergebnis unabhängiger Entstehungen, sondern langer Entwicklungsprozesse.
Evolution ist nicht zielgerichtet. Lebewesen „verbessern“ sich nicht und streben auf nichts zu, denn es entstehen zufällig genetische Varianten, und je nach Umweltbedingung haben ihre Träger unterschiedliche Überlebens- und Fortpflanzungschancen. Was gerade passt, wird häufiger, mehr steckt nicht dahinter.
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Das steht außerdem in diesem Kapitel
- Die Grundeigenschaften des Lebens
- Der Beginn des Lebens
- Das Miller-Urey-Experiment
- RNA-Welt, Protobionten und LUCA
- Die Endosymbiontentheorie
- Die Belege für die Endosymbiose
- Von Linné über Lamarck zu Darwin
- Darwins natürliche Selektion
- Art, Population und Genpool
- Artbildung
- Die Evolutionsfaktoren
- Gendrift: Flaschenhals und Gründereffekt
- Homologie und Analogie
- Phylogenetik und der Baum des Lebens
- Der Weg zum Homo sapiens
- Das Wichtigste in Kürze