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MedAT-Vorbereitung 2027

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  1. Dein individualisierter Übungsbereich

    MedAT: Diagnostik - deine persönliche Lernsituation
  2. Komplette Testsimulation zur Einstufung
  3. Heutige To-Do Liste
  4. Personalisierter Lernplan
  5. Ergebnisse abgeschlossener Testsimulationen
  6. Prognose deines MedAT-Ergebnisses 2027
  7. Einführung
    Informationen zum MedAT
    9 Themen
  8. MedAT-Vorbereitung
  9. Altfragen
    6 Themen
    |
    48 Tests
  10. Statistiken und Gesamtwerte
  11. Formelsammlung
  12. Werkzeuge
    6 Themen
  13. Basiskenntnistest medizinische Studiengänge (BMS)
    Biologie
    21 Themen
    |
    21 Tests
  14. Chemie
    13 Themen
    |
    13 Tests
  15. Physik
    7 Themen
    |
    7 Tests
  16. Mathematik
    6 Themen
    |
    6 Tests
  17. Textverständnis
    Textverständnis
    15 Tests
  18. Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten (KFF)
    Figuren zusammensetzen
    14 Tests
  19. Gedächtnis und Merkfähigkeit
    15 Tests
  20. Zahlenfolgen
    11 Tests
  21. Wortflüssigkeit
    6 Tests
  22. Implikationen erkennen
    10 Tests
  23. Sozial-emotionale Kompetenzen
    Soziales Entscheiden
    10 Tests
  24. Emotionen erkennen
    10 Tests
  25. Emotionen regulieren
    10 Tests
  26. Simulationen
    MedAT-Rechner
  27. Simulation - BMS
  28. Simulation - Textverständnis
  29. Simulation - KFF
  30. Simulation - SEK
    1 Test
Lektion 8 von 30
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MedAT-Vorbereitung

Deniz Tafrali 23. August 2026
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Allgemeines

Hier findest du Strategien, Tipps und Tricks für die perfekte MedAT-Vorbereitung. Lies dir den Text gerne von Anfang bis Ende durch oder beginne bei einem Thema deiner Wahl.

Du findest auf dieser Seite Antworten zu folgenden Themen: den Vorbereitungsunterlagen einschließlich Buchempfehlungen, der optimalen Dauer der Vorbereitung, der Frage ob Kurse sinnvoll sind, wie viel Prozent du erreichen musst — und vielem mehr.

Die Folge zum Thema aus unserem MedAT-Podcast — zum Hören unterwegs.

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1. Braucht man überhaupt eine MedAT-Vorbereitung?

Der MedAT ist die medizinische Aufnahmeprüfung in Österreich. Je nachdem, ob du Human- oder Zahnmedizin studieren möchtest, schreibst du einen anderen Test: den MedAT-H oder den MedAT-Z. Das Ziel der Vorbereitung ist es, am Testtag ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen — genauer gesagt ein besseres als die meisten Mitbewerber, denn die Studienplätze sind begrenzt.

Wie hart die Auslese tatsächlich ist, zeigen die aktuellen Zahlen. Zuletzt standen 1.950 Studienplätzen 16.880 Anmeldungen gegenüber. Angetreten sind davon allerdings nur 13.248 — rund jeder fünfte Angemeldete erscheint gar nicht erst zum Test, eine Quote, die seit über zehn Jahren stabil bei etwa 20 Prozent liegt.

Das ist eine gute Nachricht für dich: Die reale Konkurrenz ist kleiner, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Rechnerisch bekommen nicht 11,6 Prozent der Angemeldeten einen Platz, sondern 14,7 Prozent der tatsächlich Angetretenen. Es bleibt trotzdem dabei, dass etwa sechs von sieben Menschen im Testsaal keinen Platz erhalten. Wer unvorbereitet hingeht, gehört mit ziemlicher Sicherheit dazu.

Der eigentliche Grund, warum Vorbereitung wirkt, ist aber ein anderer: Der MedAT ist planbar. Die Struktur ist seit Jahren stabil, die Inhalte des Wissensteils stehen in einer offiziellen Stichwortliste, und die Aufgabenformate der kognitiven Untertests wiederholen sich Jahr für Jahr. Du weißt vorher, was kommt — und genau das lässt sich trainieren.

Wissenschaftliche Studien zur MedAT-Vorbereitung

Die Aussagen auf dieser Seite stützen sich auf Forschung, nicht auf Bauchgefühl. Die wichtigsten Arbeiten dazu:

  • Studien von Martin Arendasy, dem Entwickler des MedAT, zur Testfairness bei unterschiedlichen Vorbereitungsarten
  • Untersuchungen zum Warm-up-Effekt — der zeitlichen Verzögerung beim erstmaligen Bearbeiten einer unbekannten Aufgabengruppe
  • Die Münsteraner Arbeit zum Retest-Effekt, also der Verbesserung durch wiederholtes Simulieren
  • Die Studiensammlung auf medizinstudieren.at, der offiziellen Seite des Aufnahmeverfahrens

Der rote Faden durch diese Arbeiten ist bemerkenswert eindeutig: Kurse zeigen kaum messbaren Effekt auf das Testergebnis, Übung an den echten Aufgabenformaten dagegen sehr wohl. Diese Unterscheidung zieht sich durch den gesamten Leitfaden.

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2. Notwendige Lernunterlagen für die MedAT-Vorbereitung

Du hast dich entschieden, den MedAT zu schreiben. Doch mit welchen Unterlagen bereitest du dich vor? An Anbietern mangelt es nicht — du hast die Qual der Wahl. Grundsätzlich gibt es vier Arten von Material: Bücher, E-Learning, Testsimulationen und Unterricht.

Bücher für den MedAT

Für eine ordentliche Vorbereitung ist ein echtes Buch nach wie vor unverzichtbar. Vieles begreift man erst, wenn man die Unterlagen anfassen, markieren und mit eigenen Notizen versehen kann. Etablierte Bücher sollten deshalb die Grundlage deiner Vorbereitung sein.

Die vier MedAT-Baende als Paket: Lernskript BMS, Lernskript KFF TV SEK, 1000 BMS-Uebungen und 3 Simulationen
Die Reihe umfasst inzwischen vier Bände — erhältlich einzeln oder als Kompendium

Bücher für den BMS

Wichtig zu wissen: Viele Bücher, die zur MedAT-Vorbereitung verwendet werden, sind eigentlich Lehrbücher für Medizinstudierende oder Schulbücher. Sie sind nicht für den Test geschrieben und enthalten dadurch sehr viel, was nie geprüft wird — und manchmal zu wenig von dem, was drankommt.

Unsere Hauptempfehlung für diesen Testteil ist deshalb das Lernskript für den BMS von Deniz Tafrali beim Elsevier Verlag. Es orientiert sich strikt an der offiziellen Stichwortliste, deckt Biologie, Chemie einschließlich Biochemie, Physik und Mathematik ab und ist so aufgebaut, dass es niemanden voraussetzt — auch wer Physik nach der Unterstufe abgewählt hat, findet einen Einstieg. Mit rund 700 Seiten ist es zugleich der umfangreichste Band der Reihe. Seit dem Erscheinen der ersten Auflage haben sich die Bücher der Reihe über 47.000 Mal verkauft.

Ergänzend dazu gibt es inzwischen einen eigenen Übungsband: 1000 BMS-Übungen mit tausend Fragen im echten Testformat. Der Nutzen liegt genau dort, wo viele scheitern — Wissen lesen und Wissen abrufen sind zwei verschiedene Dinge.

Bücher für die KFF, SEK und TV

Auch für die übrigen Testteile lohnt ein Buch, besonders wenn du zum ersten Mal antrittst. Der Grund heißt Warm-up-Effekt: Wer eine Aufgabengruppe zum allerersten Mal sieht, braucht spürbar länger und schneidet im Schnitt schlechter ab als jemand, der das Format bereits kennt. Beim MedAT mit seinem harten Zeitlimit kostet das unmittelbar Punkte.

Du kannst dir zu jedem Testteil ein eigenes Buch kaufen. Günstiger und meist auch sinnvoller ist ein Band, der alles abdeckt: Das Lernskript für KFF, TV und SEK behandelt die fünf kognitiven Untertests, das Textverständnis und die sozial-emotionalen Kompetenzen in einem. Für die Zahnmedizin kommen die manuellen Fertigkeiten dazu, und zu den schwierigeren Aufgabentypen gibt es Videotutorials.

Für die Schlussphase gibt es außerdem 3 Simulationen — drei vollständige Testdurchläufe mit allen Testteilen in der richtigen Reihenfolge und den echten Zeitvorgaben. Warum das so wichtig ist, steht weiter unten in Kapitel 5.

E-Learning, Lernplattform oder Lernportal?

Online zu lernen gehört längst zum Standard. Die Frage ist nicht, ob du digitale Unterlagen nutzt, sondern welche.

Kostenlose Übungen

Aufgaben zu finden ist nicht das Problem — eine kurze Suche fördert reichlich kostenloses Material zutage. Das Problem ist ein anderes: Diesen Sammlungen fehlt fast immer das Drumherum. Kein Lernplan, keine Einordnung, keine Erklärung, warum eine Antwort falsch ist, und vor allem keine Rückmeldung darüber, wo du stehst. Du sammelst Aufgaben, aber niemand sagt dir, was das für deine Vorbereitung bedeutet.

Für einzelne Untertests zum Ausprobieren ist das trotzdem brauchbar. Als Grundlage einer ganzen Vorbereitung reicht es nicht.

Kostenpflichtige Online-Vorbereitung

Was eine gute Plattform ausmacht, lässt sich an vier Dingen festmachen: Sie deckt alle Testteile ab und nicht nur die bequemen. Sie erklärt den Stoff, statt nur Aufgaben aufzulisten. Sie zeigt dir, wo du stehst. Und sie bleibt aktuell, weil sich Stichwortliste und Aufgabenformate ändern.

Genau danach ist dieser Kurs gebaut. Er enthält den vollständigen Wissensteil nach der offiziellen Stichwortliste, alle Kapitel zu den kognitiven Untertests, zum Textverständnis und zu den sozial-emotionalen Kompetenzen — durchgehend mit eigenen Abbildungen und Übungsfragen. Dazu kommen drei Werkzeuge, die den Unterschied machen:

  • Die MedAT Diagnostik wertet deine Ergebnisse Untertest für Untertest aus und baut daraus deinen individuellen Lernplan bis zum Testtag.
  • Die Formelsammlung BMS führt alle 181 Formeln und Konstanten für Chemie, Physik und Mathematik zusammen — hier direkt als PDF zum Ausdrucken.
  • Die Altfragensammlung deckt die Prüfungsprotokolle von 2013 bis heute ab, thematisch geordnet und mit ausführlichen Erklärungen.

Testsimulationen

Testsimulationen sind kein Zusatzmaterial, sondern der Kern der Vorbereitung. Sie verdienen ein eigenes Kapitel — du findest es weiter unten unter Punkt 5.

Unterricht (Vorbereitungskurse)

Beim Unterricht lassen sich drei Formen unterscheiden, die sich in Kosten und Wirkung deutlich unterscheiden.

MedAT-Vorbereitungskurse — geringer Effekt, hohe Kosten

Die bekannteste Form: Ein Trainer, meist selbst Medizinstudent, unterrichtet eine Gruppe über drei bis fünf Tage, häufig in den Ferien. Gelehrt werden überwiegend KFF, SEK und TV — der Wissensteil wird wegen seines Umfangs meist gar nicht angeboten. Der Vortragsstil ist in aller Regel Frontalunterricht.

Diese Kurse sind teuer und ihr Effekt auf das Testergebnis ist wissenschaftlich nicht belegt. Die offizielle Seite des Aufnahmeverfahrens führt selbst eine Reihe von Studien, die durchweg zu diesem Schluss kommen.

Anders verhält es sich mit mehrtägigen Testsimulationen unter Anleitung. Hier ist die Studienlage eindeutig positiv — der Retest-Effekt wirkt, und das hat der Entwickler des MedAT selbst untersucht.

MedAT-Webinare — guter Effekt, geringe Kosten

Während der Pandemie ist eine neue Unterrichtsform entstanden: Über mehrere Wochen wirst du online unterrichtet, ähnlich einem Abendkurs. Der entscheidende Vorteil liegt in der Dauer — dadurch lässt sich auch der Wissensteil sinnvoll unterrichten, was in einem Wochenendkurs schlicht nicht geht. Die Kosten sind geringer, und du hast über Wochen einen Ansprechpartner für schwierige Themen.

MedAT-Mentoring — variable Kosten, sehr hoher Effekt

Unter Mentoring versteht man die persönliche Begleitung durch einen erfahrenen Medizinstudenten über einen längeren Zeitraum. Diese Form ist die wirksamste, weil sie genau dort ansetzt, wo deine individuellen Schwächen liegen — statt allen dasselbe zu erzählen.

Denselben Gedanken verfolgt die MedAT Diagnostik in diesem Kurs mit anderen Mitteln: Sie misst, wo deine Punkte tatsächlich verloren gehen, und leitet daraus ab, woran du zuerst arbeiten solltest.

Welcher Anbieter ist der Beste für die MedAT-Vorbereitung?

Beurteile Unterlagen nach Qualität und Nachvollziehbarkeit. Komplettanbieter sind dabei meist die bessere Wahl, weil Bücher, Kurs und Übungsmaterial dann aufeinander abgestimmt sind, statt sich zu widersprechen. Achte außerdem auf drei Dinge: ob die Stichwortliste des aktuellen Jahres zugrunde liegt, ob alle Testteile abgedeckt sind, und ob nachvollziehbar ist, woher Zahlen und Empfehlungen stammen.

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3. Wie viel Prozent muss man beim MedAT erreichen?

Die ehrliche Antwort lautet: Das lässt sich vorher nicht sagen — und wer dir eine feste Zahl nennt, vereinfacht zu stark. Der Grund ist der Vergabemechanismus.

Vergabe der Studienplätze beim MedAT

Insgesamt stehen 1.950 Studienplätze zur Verfügung, davon 1.806 in der Humanmedizin und 144 in der Zahnmedizin. Die Aufteilung auf die Standorte:

StandortHumanmedizinZahnmedizingesamt
MedUni Wien70480784
MedUni Innsbruck39040430
MedUni Graz38224406
JKU Linz330330
Studienjahr 2026/27. Zahnmedizin wird in Linz nicht angeboten.

Bei der Anmeldung im März legst du fest, an welchem Standort du antreten willst. Du kannst dich dabei durchaus an mehreren Universitäten anmelden — teilnehmen kannst du am Testtag aber nur an einer. Der Vorteil: Die endgültige Entscheidung für einen Studienort lässt sich so bis kurz vor den Test aufschieben. Beachte allerdings, dass die Kostenbeteiligung für jede Anmeldung getrennt anfällt.

Nach dem Test wirst du anhand deines Gesamtwerts gereiht — aber nur gegen die Teilnehmer deines eigenen Standorts und deines eigenen Studiengangs. Innerhalb dieser Liste greift zusätzlich die Kontingentregelung, die die Plätze nach dem Land deiner Hochschulzugangsberechtigung aufteilt.

Deine Aussichten hängen deshalb auch davon ab, wo du antrittst. In Wien kommen auf einen Platz gut acht tatsächlich Angetretene, in Linz nur gut fünf. Die Zahlen je Standort findest du unter Universitäten.

Das Ziel deiner MedAT-Vorbereitung

Weil die Plätze nach Rangliste vergeben werden, entsteht die Grenze jedes Jahr neu — abhängig davon, wie schwer der Test war und wie gut alle anderen abgeschnitten haben. In den vergangenen Jahren lagen die Grenzwerte in der Humanmedizin je nach Standort und Jahrgang zwischen etwa 64 und 81 Prozent des Gesamtwerts.

Der Ausschlag nach unten fiel dabei in ein Jahr mit besonders schwerem Test. Genau deshalb ist ein Prozentwert zwischen zwei Jahrgängen nicht vergleichbar: Er beschreibt nicht dein Leistungsniveau, sondern deine Position im Feld dieses einen Jahres. Aussagen wie „ab 80 Prozent hast du sicher einen Platz” sind deshalb mit Vorsicht zu genießen.

Als Orientierung taugt trotzdem: Wien liegt traditionell am höchsten, Linz am niedrigsten, und im EU-Kontingent sind an den kleineren Standorten meist ein paar Punkte mehr nötig als im österreichischen. Wo du in deinem Jahrgang realistisch stehst, ordnet die MedAT Diagnostik für dich ein — sie rechnet deinen Gesamtwert aus, vergleicht ihn mit den Werten deines Standorts und sagt dir, woran du zuerst arbeiten solltest.

Was du dafür lernen musst, steht im Detail unter Testteile und Untertests. Wichtig ist dabei die Gewichtung: Wissensteil und kognitive Fähigkeiten machen je 40 Prozent aus, Textverständnis und sozial-emotionale Kompetenzen je 10 Prozent. Innerhalb des Wissensteils zählt allein Biologie 17 Prozent, Mathematik dagegen nur 5,1 Prozent. Wer beide gleich lange lernt, arbeitet gegen die eigene Punktzahl.

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4. Optimale Dauer der MedAT-Vorbereitung

Jeder startet aus einer anderen Situation. Manche kommen von einem naturwissenschaftlichen Zweig, andere hatten ab der Oberstufe kein Physik mehr, wieder andere studieren bereits etwas anderes. Die folgenden Empfehlungen gehen von durchschnittlich fünf Lerntagen pro Woche zu je etwa drei Stunden aus und beruhen auf Auswertungen früherer Teilnehmer.

Dauer für den BMS — je nach Vorwissen

Wenn dir die Themen des Wissensteils weitgehend fremd sind, solltest du mindestens drei Monate allein dafür einplanen. Wer den Stoff schon einmal gelernt hat oder aus einem verwandten Studium kommt, kommt mit etwa einem Monat aus.

Prüfe das aber nicht nach Gefühl. Ein kurzer Selbsttest über ein paar Kapitel zeigt dir schneller, wo du stehst, als jede Selbsteinschätzung — und genau darauf baut die Diagnostik auf.

Dauer für TV, KFF und SEK

Diese Testteile werden weder in der Schule noch im Studium unterrichtet — hier startet praktisch jeder bei null. Teilnehmer mit Zusage bereiten sich darauf im Schnitt rund zwei Monate vor. Diesen Rahmen solltest du ebenfalls anpeilen.

Der Aufwand verteilt sich dabei ungleich: Zahlenfolgen und Implikationen erkennen folgen wenigen wiederkehrenden Mustern und sind mit etwas Übung zuverlässig zu lösen. Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit und der Gedächtnistest brauchen deutlich mehr Wiederholung.

Dauer insgesamt

In der Summe liegt das günstigste Fenster bei vier bis sechs Monaten. Wer deutlich kürzer lernt, hat in der Regel nicht genug Zeit, den Stoff zu festigen und ausreichend zu simulieren.

Bemerkenswert ist die andere Richtung: Deutlich länger als ein halbes Jahr zu lernen bringt im Mittel keine besseren Ergebnisse mehr. Wer ein ganzes Jahr lernt, verliert oft die Intensität, wiederholt früh Gelerntes wieder und wieder und verliert unterwegs die Motivation. Ein konzentrierter Zeitraum schlägt ein zerfasertes Jahr deutlich.

Was tun, wenn nur noch ein oder zwei Monate bleiben?

Dann ändert sich die Strategie grundlegend. Der Versuch, in acht Wochen den gesamten Wissensteil aufzubauen, geht fast immer schief — du verbringst die Zeit mit Lesen und schreibst am Ende keine einzige vollständige Simulation.

Sinnvoller ist dieser Weg: Miss zuerst deinen Stand mit einer vollständigen Simulation. Konzentriere dich dann auf die Bereiche mit dem größten Gewicht und dem größten Rückstand — meist Biologie und die kognitiven Untertests. Nimm die schnell erlernbaren Verfahren mit, also Zahlenfolgen, Implikationen und die sozial-emotionalen Kompetenzen. Und plane trotz Zeitmangel mehrere vollständige Simulationen ein, denn sie sind der Faktor mit dem stärksten Zusammenhang zum Ergebnis.

Und sei ehrlich zu dir: Ein zweiter Anlauf ist beim MedAT die Regel, nicht die Ausnahme. Ein erheblicher Teil der Zugelassenen tritt nicht zum ersten Mal an.

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5. Testsimulationen bei der MedAT-Vorbereitung

Wenn du aus diesem Leitfaden nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Testsimulationen sind der wirksamste Hebel deiner Vorbereitung.

Warum wir so leidenschaftlich für Testsimulationen sind

Dahinter steht der gut belegte Retest-Effekt: Wer eine Prüfungssituation vorher realistisch übt, schneidet in der echten Prüfung besser ab. Der Grund ist unspektakulär. Am Testtag kommen Dinge zusammen, die man am Schreibtisch nie trainiert — der Zeitdruck, die ungewohnte Umgebung, die Ermüdung nach mehreren Stunden und die Fähigkeit, eine verpatzte Aufgabe sofort abzuhaken.

Wir haben das für den MedAT selbst überprüft und über mehrere Jahre hinweg mehrere hundert Teilnehmer nach Vorbereitung und tatsächlichem Ergebnis befragt. In der Auswertung des Jahrgangs 2020 zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang: Wer keine einzige Simulation geschrieben hatte, lag im Mittel bei rund 70 Prozent des Gesamtwerts. Bei sechs bis sieben Durchläufen lag der Durchschnitt bei etwa 80 Prozent. Oberhalb von sieben bis acht Simulationen flachte die Kurve ab — mehr zu schreiben brachte im Mittel kaum noch etwas.

Zwei Einschränkungen gehören zur Ehrlichkeit dazu. Erstens sind das Werte einer eigenen Befragung, keine offizielle Statistik. Zweitens beschreibt ein Zusammenhang keine Ursache: Wer acht Simulationen schreibt, ist meist ohnehin jemand, der früh anfängt und diszipliniert arbeitet.

Simulationen sind übrigens nicht nur beim MedAT entscheidend — sie gehören zu den wirksamsten Lernstrategien überhaupt. Douglas Barton von Elevate Education hat in einem TED-Talk ausgewertet, was die besten Studenten weltweit anders machen als der Durchschnitt. Das Ergebnis deckt sich mit unseren Beobachtungen zum MedAT.

Damit eine Simulation zählt, muss sie vollständig sein: alle Testteile in der richtigen Reihenfolge, mit den echten Zeitvorgaben und der Mittagspause dazwischen. Eine halbe Simulation am Nachmittag trainiert genau das nicht, worauf es ankommt — die Ausdauer über einen ganzen Testtag. Mindestens eine Simulation solltest du unter möglichst realistischen Bedingungen schreiben, idealerweise gemeinsam mit anderen.

Und entscheidend ist, was danach passiert. Eine Simulation, die du schreibst und weglegst, bringt wenig. Erst die Auswertung macht daraus einen Lerneffekt: Welcher Untertest hat Punkte gekostet? War es fehlendes Wissen oder fehlende Zeit? Welche Fehler wiederholen sich? Genau diese Auswertung nimmt dir die MedAT Diagnostik ab. Mehr zum Thema steht unter Testsimulationen und Dauer der Vorbereitung.

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6. Lohnt sich ein Vorbereitungskurs?

Was bringt mir ein MedAT-Vorbereitungskurs?

Die Universitäten selbst berichten keinen belegten Effekt klassischer Vorbereitungskurse auf das Testergebnis. Das heißt nicht, dass sie nichts bringen — nur eben nichts, was sich in Punkten messen ließe. Was sie tatsächlich liefern, sind Struktur, ein Zeitgerüst und das Gefühl, nicht allein zu sein. Für manche ist genau das der Unterschied zwischen „angefangen” und „immer wieder verschoben”.

Für wen eignet sich ein MedAT-Vorbereitungskurs?

Sinnvoll ist ein Kurs vor allem für zwei Gruppen: für Menschen, die zum ersten Mal antreten und Struktur von außen brauchen, und für solche, die in Simulationen deutlich unter 60 Prozent liegen und allein nicht weiterkommen.

Wer dagegen schon einmal angetreten ist, den Stoff kennt und diszipliniert arbeitet, holt aus zusätzlichen Simulationen und einer ehrlichen Fehleranalyse in aller Regel mehr heraus. Auch bei knappem Budget gilt: Bücher und Simulationen zuerst, Kurs zuletzt.

Wie teuer sind MedAT-Vorbereitungskurse tatsächlich?

Die Spanne reicht von rund 200 Euro für einzelne Wochenendkurse bis über 2.000 Euro für umfangreiche Pakete. Einzelne Bundesländer erstatten einen Teil dieser Kosten — informiere dich vorher, ob das für dich in Frage kommt.

Zum Vergleich lohnt eine nüchterne Rechnung: Die vier Bücher der Reihe kosten zusammen weniger als der günstigste mehrtägige Kurs — und decken den gesamten Test ab, nicht nur die Testteile, die sich in drei Tagen unterrichten lassen.

Vor- und Nachteile von Vorbereitungskursen

Dafür spricht: Du bekommst Struktur und feste Termine, hast einen Ansprechpartner für Fragen, lernst andere Bewerber kennen und überwindest den Anfangswiderstand leichter.

Dagegen spricht: Die Kosten sind hoch, ein Effekt auf das Testergebnis ist nicht belegt, der Wissensteil wird meist gar nicht unterrichtet, das Tempo richtet sich nach der Gruppe statt nach dir — und drei Tage Frontalunterricht ersetzen keine Monate eigenständiger Arbeit.

Unser Fazit nach vielen Jahren: Das Geld ist in Büchern, vollständigen Simulationen und einer ehrlichen Auswertung deiner Ergebnisse besser angelegt als in einem Kurs. Wer trotzdem einen bucht, sollte darauf achten, dass alle Testteile abgedeckt sind und echte Simulationen enthalten sind.

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Wie du jetzt weitermachst

Wenn du am Anfang stehst, ist die Reihenfolge einfach: Verschaffe dir zuerst einen Überblick über Aufbau und Inhalt des Tests. Miss dann mit der MedAT Diagnostik, wo du stehst, und lass dir daraus deinen Lernplan bauen. Danach arbeitest du den Stoff durch — und ab dem Moment, in dem er einmal sitzt, simulierst du.

Alles Weitere zum Ablauf steht unter Planung der Vorbereitung.