MedAT-Vorbereitung 2027
-
Dein individualisierter Übungsbereich
MedAT: Diagnostik – deine persönliche Lernsituation -
Komplette Testsimulation zur Einstufung
-
Heutige To-Do Liste
-
Personalisierter Lernplan
-
Ergebnisse abgeschlossener Testsimulationen
-
Prognose deines MedAT-Ergebnisses 2027
-
EinführungInformationen zum MedAT9 Themen
-
MedAT-Vorbereitung
-
Altfragen6 Themen|48 Tests
-
MedAT-Altfragen als Karteikarten
-
Wortflüssigkeit
-
Biologie
-
Die menschliche Zelle
-
Gewebe
-
Atmungssystem
-
Endokrines System
-
Männliches Fortpflanzungssystem
-
Weibliches Fortpflanzungssystem
-
Harnsystem
-
Herz-Kreislauf-System; Blut
-
Immunsystem
-
Lymphatisches System; Lymphe
-
Nervensystem
-
Sinnesorgane und Haut
-
Skelettsystem mit Knochen, Knorpel, Gelenken, Muskeln und Begleitstrukturen
-
Verdauungssystem
-
Embryologie
-
Klassische Genetik
-
Molekulare Genetik
-
Humangenetik
-
Evolution
-
Ökologie
-
Immunbiologie
-
Die menschliche Zelle
-
Chemie
-
Physik
-
Mathematik
-
MedAT-Altfragen als Karteikarten
-
Statistiken und Gesamtwerte
-
Formelsammlung
-
Werkzeuge6 Themen
-
Basiskenntnistest medizinische Studiengänge (BMS)Biologie21 Themen|21 Tests
-
Die menschliche Zelle
-
Gewebe
-
Atmungssystem
-
Endokrines System
-
Männliches Fortpflanzungssystem
-
Weibliches Fortpflanzungssystem
-
Harnsystem
-
Herz-Kreislauf-System; Blut
-
Immunsystem
-
Lymphatisches System; Lymphe
-
Nervensystem
-
Sinnesorgane und Haut
-
Skelettsystem mit Knochen, Knorpel, Gelenken, Muskeln und Begleitstrukturen
-
Verdauungssystem
-
Embryologie
-
Klassische Genetik
-
Molekulare Genetik
-
Humangenetik
-
Evolution
-
Ökologie
-
Immunbiologie
-
Die menschliche Zelle
-
Chemie13 Themen|13 Tests
-
Physik7 Themen|7 Tests
-
Mathematik6 Themen|6 Tests
-
TextverständnisTextverständnis15 Tests
-
Textverständnis – Set 1
-
Textverständnis – Set 2
-
Textverständnis – Set 3
-
Textverständnis – Set 4
-
Textverständnis – Set 5
-
Textverständnis – Set 6
-
Textverständnis – Set 7
-
Textverständnis – Set 8
-
Textverständnis – Set 9
-
Textverständnis – Set 10
-
Textverständnis – Set 11
-
Textverständnis – Set 12
-
Textverständnis – Simulation 1
-
Textverständnis – Simulation 2
-
Textverständnis – Simulation 3
-
Textverständnis – Set 1
-
Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten (KFF)Figuren zusammensetzen14 Tests
-
Figuren zusammensetzen – Aufgabensatz 1
-
Figuren zusammensetzen – Fünf- und Sechsecke
-
Figuren zusammensetzen – Sieben- und Achtecke
-
Figuren zusammensetzen – Kreisfiguren
-
Figuren zusammensetzen – Besondere Formen
-
Figuren zusammensetzen – 3 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 4 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 5 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 6 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 7 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 8 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 9 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – 10 Teilstücke
-
Figuren zusammensetzen – Wie im MedAT
-
Figuren zusammensetzen – Aufgabensatz 1
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit15 Tests
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 1
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 2
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 3
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 4
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 5
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 6
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 7
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 8
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 9
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 10
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 11
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 12
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 13
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 14
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 15
-
Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 1
-
Zahlenfolgen11 Tests
-
Zahlenfolgen – Einerschritt
-
Zahlenfolgen – Zweierschritt
-
Zahlenfolgen – Dreierschritt
-
Zahlenfolgen – Schritt mit zwei Rechenarten
-
Zahlenfolgen – Zweite Ebene
-
Zahlenfolgen – Zweite Ebene im Wechsel
-
Zahlenfolgen – Rekursive Folgen
-
Zahlenfolgen – Verschachtelte Folgen
-
Zahlenfolgen – Dreierschritt mit rekursivem Schritt
-
Zahlenfolgen – Quersumme
-
Zahlenfolgen – Simulation (gemischt)
-
Zahlenfolgen – Einerschritt
-
Wortflüssigkeit6 Tests
-
Implikationen erkennen10 Tests
-
Implikationen erkennen – Alle – Alle
-
Implikationen erkennen – Alle – Kein
-
Implikationen erkennen – Alle – Einige
-
Implikationen erkennen – Alle – Einige … nicht
-
Implikationen erkennen – Kein – Alle
-
Implikationen erkennen – Kein – Einige
-
Implikationen erkennen – Einige – Alle
-
Implikationen erkennen – Einige – Kein
-
Implikationen erkennen – Einige … nicht – Alle
-
Implikationen erkennen – Simulation (gemischt)
-
Implikationen erkennen – Alle – Alle
-
Sozial-emotionale KompetenzenSoziales Entscheiden10 Tests
-
Emotionen erkennen10 Tests
-
Emotionen regulieren10 Tests
-
SimulationenMedAT-Rechner
-
Simulation – BMS
-
Simulation – Textverständnis
-
Simulation – KFF
-
Simulation – SEK1 Test
Hier stehen die drei Texte zu diesem Set. Halte sie während der Bearbeitung offen – die Aufgaben kommen in der Reihenfolge der Texte. Im MedAT hast du für das Textverständnis 35 Minuten für zwölf Aufgaben. Die Texte gibt es auch als PDF zum Ausdrucken – so kannst du wie am Testtag auf Papier unterstreichen.
Text 1: Der Barorezeptorreflex · Aufgabe 1 – 4
Der Blutdruck eines Menschen ist keine feste Größe. Er schwankt im Tagesverlauf, steigt bei körperlicher Anstrengung und fällt im Schlaf. Damit die Versorgung des Gehirns dabei nicht abreißt, verfügt der Körper über eine Regelung, die innerhalb weniger Herzschläge greift: den Barorezeptorreflex. Er ist der schnellste der blutdruckregulierenden Mechanismen und zugleich derjenige mit der kürzesten Wirkdauer.
Die Messfühler dieser Regelung sitzen in der Wand großer Arterien, vor allem im Karotissinus am Ursprung der inneren Halsschlagader und im Aortenbogen. Es handelt sich nicht um Drucksensoren im engeren Sinn, sondern um Dehnungsrezeptoren: Sie registrieren, wie stark die Gefäßwand gedehnt wird, und leiten daraus mittelbar den Druck ab. Steigt der Blutdruck, dehnt sich die Wand stärker, und die Rezeptoren feuern häufiger. Die Signale aus dem Karotissinus laufen über den Nervus glossopharyngeus, die aus dem Aortenbogen über den Nervus vagus zum Nucleus tractus solitarii in der Medulla oblongata.
Von dort aus wirkt die Antwort auf zwei Wegen. Der Parasympathikus wird verstärkt, der Sympathikus gedrosselt. Die Folge ist ein langsamerer Herzschlag, eine geringere Kontraktionskraft des Herzmuskels und eine Weitstellung der Widerstandsgefäße. Alle drei Effekte senken den Blutdruck. Fällt der Druck dagegen ab, feuern die Rezeptoren seltener, und der Reflex läuft in umgekehrter Richtung: Der Sympathikus überwiegt, Herzfrequenz und Gefäßtonus steigen. Ein gesunder Erwachsener bemerkt davon nichts – der gesamte Vorgang ist nach etwa zwei bis drei Herzschlägen abgeschlossen.
Die Grenzen des Reflexes zeigen sich an zwei Stellen. Zum einen arbeitet er nur in einem mittleren Druckbereich zuverlässig; unterhalb von etwa 60 mmHg mittlerem arteriellem Druck feuern die Rezeptoren praktisch nicht mehr, und die Regelung läuft ins Leere. Zum anderen passt er sich an. Bleibt der Blutdruck über Tage erhöht, verschiebt sich der Arbeitspunkt der Rezeptoren nach oben; der neue, höhere Wert wird dann als normal behandelt und nicht mehr gegengeregelt. Diese Anpassung ist der Grund, warum der Barorezeptorreflex einen dauerhaften Bluthochdruck nicht verhindern kann, obwohl er kurzfristige Schwankungen zuverlässig ausgleicht. Für die langfristige Blutdruckregulation ist stattdessen die Niere zuständig, die über das Blutvolumen wirkt und dafür Stunden bis Tage braucht.
Klinisch genutzt wird der Reflex bei der Karotissinusmassage: Ein vorsichtiger Druck auf den Karotissinus täuscht den Rezeptoren eine erhöhte Wandspannung vor und verlangsamt so den Herzschlag. Bei manchen Menschen fällt diese Antwort übermäßig heftig aus. Ein solches Karotissinus-Syndrom kann zu kurzen Bewusstlosigkeiten führen, etwa beim Rasieren oder beim Zuknöpfen eines engen Kragens.
Text 2: Fieber · Aufgabe 5 – 8
Fieber ist keine Störung der Temperaturregulation, sondern eine Verstellung ihres Sollwerts. Diese Unterscheidung ist mehr als eine begriffliche Feinheit: Sie erklärt, warum ein fiebernder Mensch friert, obwohl seine Körpertemperatur bereits erhöht ist. Der Körper regelt weiterhin präzise – nur eben auf einen höheren Zielwert hin. Von der Hyperthermie unterscheidet sich Fieber gerade dadurch: Bei der Hyperthermie bleibt der Sollwert unverändert, der Körper schafft es aber nicht, die Wärme abzugeben, etwa bei einem Hitzschlag.
Der Sollwert wird im Hypothalamus eingestellt, genauer in der präoptischen Region. Ausgelöst wird seine Verstellung durch Pyrogene. Man unterscheidet exogene von endogenen Pyrogenen. Exogene Pyrogene stammen von außen, das bekannteste ist das Lipopolysaccharid aus der Zellwand gramnegativer Bakterien. Sie wirken jedoch nicht unmittelbar auf den Hypothalamus, sondern veranlassen Makrophagen und andere Immunzellen, endogene Pyrogene freizusetzen – vor allem Interleukin-1, Interleukin-6 und den Tumornekrosefaktor. Diese Botenstoffe lösen im Bereich der Blut-Hirn-Schranke die Bildung von Prostaglandin E2 aus, und erst dieses verstellt den Sollwert.
An dieser Kette setzen die üblichen fiebersenkenden Medikamente an. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol hemmen die Cyclooxygenase und damit die Bildung von Prostaglandin E2. Der Sollwert fällt zurück, und der Körper gibt die überschüssige Wärme durch Schwitzen und Weitstellung der Hautgefäße ab. Die Medikamente greifen also nicht in die Wärmeabgabe selbst ein, sondern in die Sollwertverstellung.
Ob Fieber gesenkt werden soll, ist weniger eindeutig, als es die Verbreitung dieser Mittel vermuten lässt. Zahlreiche Untersuchungen sprechen dafür, dass eine erhöhte Körpertemperatur die Vermehrung mancher Erreger bremst und einzelne Abwehrvorgänge beschleunigt. Ein belastbarer Nachweis, dass Fiebersenkung den Krankheitsverlauf verschlechtert, steht für den Menschen allerdings aus. Unstrittig ist die Behandlung dagegen dort, wo die erhöhte Temperatur selbst gefährlich wird – bei Herzkranken etwa, deren Sauerstoffbedarf mit jedem Grad steigt.
Ein verbreiteter Irrtum betrifft die Fieberkrämpfe des Kleinkindalters. Sie treten bei etwa drei bis vier Prozent aller Kinder auf, meist zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem fünften Lebensjahr. Entscheidend ist nach heutigem Kenntnisstand nicht die absolute Höhe der Temperatur, sondern die Geschwindigkeit ihres Anstiegs. Fiebersenkende Mittel können solche Krämpfe deshalb nicht zuverlässig verhindern.
Text 3: Der Placeboeffekt · Aufgabe 9 – 12
Als Placebo bezeichnet man eine Behandlung ohne spezifisch wirksamen Bestandteil. Dass Patientinnen und Patienten auf eine solche Behandlung dennoch messbar reagieren, war lange als Einbildung abgetan. Heute gilt der Placeboeffekt als eigenständiger, neurobiologisch beschreibbarer Vorgang – allerdings als einer mit engen Grenzen.
Am besten belegt ist er bei der Schmerzverarbeitung. Erwartet ein Mensch Linderung, schüttet sein Körper vermehrt körpereigene Opioide aus; blockiert man deren Rezeptoren mit Naloxon, verschwindet ein großer Teil der Placebowirkung. Dieser Befund gilt als der stärkste Hinweis darauf, dass es sich nicht um eine bloße Änderung der Auskunft handelt, sondern um einen körperlichen Vorgang. Bei der Parkinson-Krankheit ließ sich zudem eine vermehrte Dopaminfreisetzung im Striatum nachweisen.
Zwei Mechanismen werden unterschieden. Der eine ist die Erwartung: Wer eine Wirkung für wahrscheinlich hält, erlebt sie eher. Der andere ist die Konditionierung, also das Lernen aus vorangegangenen Behandlungen. Beide lassen sich trennen, wirken im Alltag aber meist zusammen. Auch Äußerlichkeiten spielen eine Rolle: Gespritzte Placebos wirken im Mittel stärker als Tabletten, größere Tabletten stärker als kleine, und die Farbe beeinflusst die Richtung der erwarteten Wirkung.
Entscheidend für das Verständnis ist, was der Placeboeffekt nicht kann. Er verändert das Erleben von Beschwerden, nicht den zugrunde liegenden Krankheitsprozess. Ein Placebo kann Schmerz, Übelkeit oder Schlaflosigkeit lindern; einen Tumor verkleinert es nicht, und die Lungenfunktion eines Asthmatikers verbessert es nachweislich nicht, auch wenn die Betroffenen ihre Atemnot als gebessert schildern. Genau diese Lücke zwischen berichtetem Befinden und gemessenem Befund ist eines der aufschlussreichsten Ergebnisse der Placeboforschung.
Sein Gegenstück ist der Noceboeffekt: Wer Nebenwirkungen erwartet, erlebt sie häufiger. In Arzneimittelstudien brechen regelmäßig Teilnehmende der Placebogruppe die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab. Praktisch bedeutsam ist das bei der Aufklärung – eine sachliche, aber nicht angstbesetzte Formulierung senkt die Zahl der berichteten Beschwerden, ohne den Patienten Information vorzuenthalten.
Ethisch ist die gezielte Gabe eines Scheinmedikaments ohne Wissen der Behandelten heute weitgehend abgelehnt. Interessant ist deshalb ein Befund, der dieser Ablehnung die Schärfe nimmt: In mehreren Untersuchungen wirkten Placebos auch dann, wenn die Teilnehmenden ausdrücklich darüber aufgeklärt worden waren, ein Scheinmedikament zu erhalten. Man spricht von offenen Placebos. Die Effekte fielen dabei kleiner aus als bei verdeckter Gabe, blieben aber messbar.
E-Learning-Kurs · MedAT-Vorbereitung 2027
Diesen Übungstest gibt es im MedAT-Vorbereitung 2027-Kurs
Die Übungstests mit allen Fragen, Auswertungen und Erklärungen gehören zum Kurs. Dort bearbeitest du sie in Prüfungsansicht, mit Zeitmessung und ausführlichen Lösungswegen. Den vollständigen Kurs gibt es für € 249.