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MedAT-Vorbereitung 2027

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  28. Simulation - Textverständnis
  29. Simulation - KFF
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Lektion 14, Thema 10
Angefangen

Säure-Base-Reaktionen

Deniz Tafrali 6. August 2026
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Autoprotolyse des Wassers

2014
Welche Aussage zur Autoprotolyse des Wassers ist richtig?
A) In reinem Wasser ist die Konzentration von H₃O⁺ gleich der von OH⁻.
B) In reinem Wasser gibt es mehr H₃O⁺ als OH⁻-Ionen.
C) In reinem Wasser liegen ausschließlich OH⁻-Ionen vor.
D) Reines Wasser enthält keine H₃O⁺-Ionen.
E) Die Autoprotolyse des Wassers ist irreversibel.
Lösung: A) In reinem Wasser ist die Konzentration von H₃O⁺ gleich der von OH⁻.

2018
Welche Aussage zum Wassermolekül ist FALSCH?
A) Wasser kann nur sauer, aber nicht basisch reagieren.
B) Die Konzentration an Hydronium- und Hydroxidionen ist in reinem Wasser gleich hoch.
C) Wasser ist amphoter.
D) Wasser kann sowohl als Säure als auch als Base reagieren.
E) Reines Wasser hat einen pH-Wert von 7.
Lösung: A) Wasser kann nur sauer, aber nicht basisch reagieren.

Wasser kann sich selbst protonieren und deprotonieren – das nennt man Autoprotolyse (griech. „selbst“ + „Proton“ + „Spaltung“): 2 H₂O ⇌ H₃O⁺ + OH⁻. Die H-O-Bindung im Wassermolekül ist stark polar, da der stark elektronegative Sauerstoff die Bindungselektronen deutlich stärker anzieht als der Wasserstoff – das Proton wird dadurch nur schwach gehalten und kann durch thermische Bewegung und Kollisionen relativ leicht freigesetzt werden. Ein benachbartes Wassermolekül nimmt dieses Proton als Base auf; beide entstehenden Ionen (Oxonium-Ion H₃O⁺ und Hydroxid-Ion OH⁻) werden durch Wasserstoffbrückenbindungen mit den umgebenden Wassermolekülen stabilisiert.

Autoprotolyse des Wassers und das Ionenprodukt
Autoprotolyse des Wassers und das Ionenprodukt. Das Produkt bleibt in jeder wässrigen Lösung 10⁻¹⁴ — deshalb gilt immer pH + pOH = 14.

Für diese Gleichgewichtsreaktion lässt sich ein Massenwirkungsgesetz aufstellen: K = [H₃O⁺][OH⁻] / [H₂O]². Da die Wasserkonzentration in reinem Wasser praktisch konstant bleibt, lässt sie sich herauskürzen – übrig bleibt das Ionenprodukt des Wassers: Kw = [H₃O⁺]·[OH⁻]. Experimentell wurde gezeigt, dass in reinem Wasser [H₃O⁺] = [OH⁻] = 10⁻⁷ mol/L gilt, woraus sich Kw = 10⁻¹⁴ mol²/L² ergibt. Diese Fähigkeit, sowohl Protonen abzugeben als auch aufzunehmen, macht Wasser zu einem Ampholyten – einer Verbindung, die je nach chemischer Umgebung sowohl als Säure als auch als Base reagieren kann. Auch Hydrogencarbonat (HCO₃⁻, kann zu Carbonat CO₃²⁻ deprotoniert oder zu Kohlensäure H₂CO₃ protoniert werden) und Aminosäuren (mit saurer Carboxygruppe und basischer Aminogruppe) sind klassische Ampholyte – diese Eigenschaft macht sie besonders wichtig in Puffersystemen wie dem Blut.

Puffersysteme: Wirkungsweise und Pufferbereich
Puffersysteme: Wirkungsweise und Pufferbereich. Im Blut arbeitet der Kohlensäure-Bicarbonat-Puffer: CO₂ + H₂O ⇌ H₂CO₃ ⇌ H⁺ + HCO₃⁻ — und CO₂ lässt sich abatmen.

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