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MedAT-Vorbereitung 2027

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Lektion 13, Thema 21
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Immunbiologie

Deniz Tafrali 6. August 2026
Fortschritt
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Antikörper

2014
Welche Zellen bilden Antikörper?
A) Plasmazellen
B) Embryoblast
C) T-Lymphozyten
D) B-Lymphozyten (Gedächtniszellen)
E) Makrophagen
Lösung: A) Plasmazellen

2015
Welche Zellen schütten Antikörper aus?
A) Plasmazellen
B) T-Lymphozyten
C) Makrophagen
D) NK-Zellen
E) Erythrozyten
Lösung: A) Plasmazellen

2016
Welche Aussage zu Antikörpern (Immunglobulinen) trifft zu?
A) Es gibt fünf Immunglobulinklassen: IgG, IgM, IgA, IgD und IgE, wobei IgG aus zwei leichten und zwei schweren Ketten besteht
B) Es gibt nur drei Immunglobulinklassen
C) IgG besteht aus vier leichten Ketten
D) Antikörper werden von T-Lymphozyten produziert
E) Jeder Antikörper besitzt nur eine einzige Kette
Lösung: A) Es gibt fünf Immunglobulinklassen: IgG, IgM, IgA, IgD und IgE, wobei IgG aus zwei leichten und zwei schweren Ketten besteht

2021
Welche Aussage zu T-Zellen und Antikörpern (Immunglobulinen) trifft zu?
A) IgG hat genau eine Bindungsstelle für Antigene.
B) B- und T-Lymphozyten können zu Plasmazellen differenzieren.
C) Immunglobuline können auch als Dimer oder Pentamer vorliegen
D) IgE macht 70% aller Immunglobuline im Körper aus.
E) IgG sind an Allergien beteiligt
Lösung: C) Immunglobuline können auch als Dimer oder Pentamer vorliegen

2024
Welche Aussage zum Antigen-Antikörper-Komplex trifft zu?
A) Präzipitation entsteht, wenn die Konzentrationen von Antigen und Antikörper ausgeglichen sind
B) Agglutination tritt nur auf, wenn deutlich mehr Antikörper als Antigene vorhanden sind
C) IgM besitzt zehn Bindungsstellen für Antigene und ist daher besonders effektiv bei der Präzipitation
D) Die Größe des Antigen-Antikörper-Komplexes ist unabhängig von der Konzentration beider Partner
E) Präzipitation kann nur an der Zelloberfläche stattfinden, niemals in Lösung
Lösung: A) Präzipitation entsteht, wenn die Konzentrationen von Antigen und Antikörper ausgeglichen sind

2025
Welche Aussage zu den Immunglobulinklassen trifft zu?
A) Der Mensch hat nur 2 Arten von Immunglobulinen
B) Immunglobuline kommen als Dimer (IgA) bzw. Pentamer (IgM) vor
C) IgE spielt keine Rolle bei allergischen Reaktionen
D) Alle Immunglobuline sind ausschließlich membrangebunden
E) Es gibt insgesamt neun Immunglobulinklassen beim Menschen
Lösung: B) Immunglobuline kommen als Dimer (IgA) bzw. Pentamer (IgM) vor

Antikörper stellen den humoralen (in Körperflüssigkeiten gelösten) Teil der erworbenen Immunabwehr dar – zu finden nicht nur im Blut, sondern auch in Tränenflüssigkeit, Speichel und Muttermilch. Treffen naive B-Lymphozyten auf ihr spezifisches Antigen, vermehren sie sich klonal (klonale Expansion) und differenzieren zu Antikörper-produzierenden Plasmazellen sowie zu B-Gedächtniszellen. Plasmazellen können dabei bis zu 1.000–2.000 Antikörper pro Sekunde produzieren. Bevor B-Lymphozyten zu Plasmazellen differenzieren, fungieren die Antikörper als membrangebundene B-Zell-Rezeptoren; erst bei der Differenzierung verlieren sie ihre Membranverankerung und werden in den Extrazellulärraum entlassen.

Strukturell besteht ein Antikörper (Immunglobulin) aus vier Proteinketten: zwei schweren (H, “heavy”) und zwei leichten (L, “light”) Ketten, die über Disulfidbrücken verbunden sind. Die schweren Ketten bilden im Bereich der Gelenkregion (“hinge region”) einen Knick, der es dem Antikörper erlaubt, zwei identische Epitope desselben Antigens zu binden. Das Enzym Papain spaltet das Molekül oberhalb der Gelenkregion und liefert dabei drei Teilstücke: zwei Fab-Fragmente (jedes trägt eine der beiden identischen Antigenbindungsstellen) und ein Fc-Fragment (bestimmt, wie der Antikörper mit dem restlichen Immunsystem interagiert). Pepsin schneidet dagegen unterhalb der Gelenkregion, sodass ein zusammenhängendes, zweiarmiges F(ab′)₂-Fragment entsteht, während der Fc-Teil weitgehend zerlegt wird. Die Stärke der Bindung einer einzelnen Antigenbindungsstelle nennt man Affinität, die Gesamtbindung über alle Bindungsstellen hinweg Avidität.

Es gibt fünf Antikörper-Klassen (Isotypen), deren Zugehörigkeit einzig von der Fc-Region abhängt: IgM bildet ein Pentamer aus fünf Immunglobulin-Molekülen mit insgesamt zehn Antigenbindungsstellen, ist der erste bei einer Immunreaktion ausgeschüttete Isotyp (da naive B-Zell-Rezeptoren überwiegend vom IgM-Typ sind) und besonders effektiv bei Komplementaktivierung und Opsonierung. IgD ist ein Monomer mit zwei Bindungsstellen, kommt v. a. auf naiven B-Zellen vor und leitet Wachstums-/Differenzierungssignale ins Zellinnere. IgG ist ein Monomer mit zwei Bindungsstellen und die höchste Konzentration im Blut – plazentagängig, sorgt für Leihimmunität (Nestschutz) des Kindes im Mutterleib. IgE ist ein Monomer, interagiert mit basophilen Granulozyten und Mastzellen (mitverantwortlich für Allergien) sowie mit eosinophilen Granulozyten (Abwehr von Parasiten). IgA kommt als Monomer im Blut sowie als Dimer (vier Bindungsstellen) auf Schleimhäuten, im Speichel, in Tränenflüssigkeit und Muttermilch vor und dient dort als erste immunologische Barriere zur Neutralisation.

Antikörper-Aufbau: schwere und leichte Ketten, Fab- und Fc-Region, die fünf Isotypen IgM, IgD, IgG, IgE, IgA

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