Verdauungssystem
Anteile: Mund, Speiseröhre, Magen-Darm-Kanal
2013
Welcher Verdauungsschritt findet hauptsächlich im Dünndarm statt?
A) Resorption der Nährstoffe
B) Eindickung des Stuhls durch Wasserresorption
C) Bildung von Salzsäure
D) Ansäuerung des Speisebreis
E) Hauptsächliche Bakterienbesiedelung
Lösung: A) Resorption der Nährstoffe
2014
Wo befindet sich der Pförtner?
A) Am Mageneingang
B) Am Magenausgang
C) Am Ende des Dünndarms
D) Am Anfang des Dickdarms
E) In der Mitte des Magens
Lösung: B) Am Magenausgang
2014
Wo wird Salzsäure gebildet?
A) In der Bauchspeicheldrüse
B) Im Magen
C) In der Leber
D) Im Dünndarm
E) In der Gallenblase
Lösung: B) Im Magen
2014
Welche Dünndarmstruktur zur Oberflächenvergrößerung kann man noch mit freiem Auge erkennen?
A) Längsfalten
B) Mikrovilli
C) Zotten
D) Krypten
E) Becherzellen
Lösung: C) Zotten
2014
Welches ist ein wichtiges Vitamin?
A) Ascorbinsäure (Vitamin C)
B) Zitronensäure
C) Essigsäure
D) Milchsäure
E) Fettsäure
Lösung: A) Ascorbinsäure (Vitamin C)
2015
Wo findet die Verdauung hauptsächlich statt?
A) Magen
B) Dünndarm
C) Dickdarm
D) Speiseröhre
E) Mundhöhle
Lösung: B) Dünndarm
2015
Welcher der folgenden Stoffe zählt nicht zu den klassischen Hauptnährstoffen der Nahrung?
A) Lipide
B) Proteine
C) Kohlenhydrate
D) Nucleinsäuren
E) Wasser
Lösung: D) Nucleinsäuren
2016
Wo befindet sich der Blinddarm?
A) Rechter Unterbauch
B) Linker Unterbauch
C) Kleines Becken
D) Hinter dem Nabel
E) Linker Oberbauch
Lösung: A) Rechter Unterbauch
2016
Wo wird Pepsinogen (Vorstufe zu Pepsin) produziert?
A) Magenschleimhaut
B) Bauchspeicheldrüse
C) Dünndarmschleimhaut
D) Leber
E) Speicheldrüsen
Lösung: A) Magenschleimhaut
2017
Wo liegt der Pförtner?
A) Magenausgang
B) Mageneingang
C) Ende des Dickdarms
D) Anfang des Dickdarms
E) Übergang Dünndarm-Dickdarm
Lösung: A) Magenausgang
2017
Was passiert im Dickdarm?
A) Resorption von Wasser
B) Resorption von Vitamin B12
C) Produktion von Verdauungsenzymen
D) Hauptresorption der Nährstoffe
E) Bildung von Salzsäure
Lösung: A) Resorption von Wasser
2017
Wo wird Salzsäure gebildet?
A) Magen
B) Bauchspeicheldrüse
C) Leber
D) Dünndarm
E) Speicheldrüsen
Lösung: A) Magen
2017
Welche Aussage zu Fetten als Energielieferanten trifft zu?
A) Fette sind wichtige Energielieferanten und bestehen aus Glycerin und Fettsäuren, nicht aus Aminosäuren
B) Fette sind aus Aminosäuren aufgebaut
C) Fette liefern weniger Energie pro Gramm als Kohlenhydrate
D) Fette bestehen ausschließlich aus Kohlenhydraten
E) Fette können vom Körper nicht gespeichert werden
Lösung: A) Fette sind wichtige Energielieferanten und bestehen aus Glycerin und Fettsäuren, nicht aus Aminosäuren
2018
Welche Strukturen des Dünndarms sind makroskopisch erkennbar?
A) Zotten
B) Mikrovilli
C) Krypten
D) Becherzellen einzeln
E) Muskelschicht
Lösung: A) Zotten
2018
Wo wird Pepsinogen produziert?
A) Magenschleimhaut
B) Bauchspeicheldrüse
C) Dünndarmschleimhaut
D) Leber
E) Speicheldrüsen
Lösung: A) Magenschleimhaut
2019, 2024
Wann ist der Zahnschmelz vollständig ausgebildet?
A) In der Pubertät
B) In der Fetalzeit
C) Nach dem Durchbruch der Zähne
D) Vor dem Durchbruch der Zähne
E) Ein Leben lang
Lösung: D) Vor dem Durchbruch der Zähne
2020
Wo liegt der Pförtner (Pylorus)?
A) Am Ausgang vom Magen
B) Eingang des Magens
C) Am Übergang vom Ösophagus zum Magen
D) Im mittleren Teil des Dünndarms
E) Am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm
Lösung: A) Am Ausgang vom Magen
2020
Wo wird im Rahmen der Verdauung viel Wasser rückresorbiert?
A) Dickdarm
B) Dünndarm
C) Magen
D) Speiseröhre
E) Rektum
Lösung: A) Dickdarm
2020
Was macht die große Absorptionsoberfläche des Dünndarms aus?
A) Einschichtiges Epithel
B) Glatte Muskulatur
C) Mikrovilli
D) Doppelschichtiges Epithel
E) Große Anzahl an Becherzellen
Lösung: C) Mikrovilli
2021
Was ist die Hauptaufgabe des Dickdarms?
A) Resorption von Wasser
B) Resorption von Vitamin B12
C) Bereitstellen von fettlöslichen Substanzen
D) Sekretion von Verdauungsenzymen
E) Aufspaltung von Proteinen in Aminosäuren
Lösung: A) Resorption von Wasser
2021
Wo wird das proteinspaltende Enzym Pepsin als inaktive Vorstufe Pepsinogen gebildet?
A) in der Magenschleimhaut
B) in den Mundspeicheldrüsen
C) in der Bauchspeicheldrüse
D) in der Darmschleimhaut
E) in der Leber
Lösung: A) in der Magenschleimhaut
2023
Wo liegt der Pförtner (Pylorus)?
A) am Mageneingang
B) am Magenausgang
C) Dickdarmeingang
D) Dickdarmausgang
E) Übergang von Duodenum zu Jejunum
Lösung: B) am Magenausgang
2024
Wodurch wird die Peristaltik im Darm gewährleistet?
A) Glatte Muskulatur des Dünndarms
B) Quergestreifte Skelettmuskulatur
C) Herzmuskulatur
D) Bindegewebe der Darmwand
E) Sympathisches Nervensystem allein
Lösung: A) Glatte Muskulatur des Dünndarms
2025
Wie heißen die Fett-Eiweiß-Komplexe, die vom Darm aus über die Lymphe transportiert werden?
A) Chylomikronen
B) HDL
C) LDL
D) Micellen
E) Mikrovilli
Lösung: A) Chylomikronen
2025
Wie nennt man die Ausstülpungen der Darmschleimhaut zur Oberflächenvergrößerung?
A) Zotten
B) Krypten
C) Kinozilien
D) Kerckring-Falten
E) Mikrovilli
Lösung: A) Zotten
Der Gastrointestinaltrakt (von lat. gaster „Magen“ und intestinum „Darm“) ist im Grunde ein einziger, durchgehender Schlauch vom Mund bis zum Anus, dessen Innenraum funktionell betrachtet außerhalb des Körpers liegt. Die Verdauungsorgane oberhalb des Zwerchfells umfassen Mundhöhle, Rachen und Speiseröhre, dagegen liegen unterhalb Magen, Dünndarm, Dickdarm sowie die Anhangsdrüsen Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase. Der gesamte Trakt besitzt eine Ring- und Längsmuskelschicht, die durch Peristaltik (wellenförmige Kontraktionen) den Nahrungsbrei vorantreibt.
Die Wand des gesamten Magen-Darm-Kanals folgt einem vierschichtigen Bauplan: innen die Mukosa (Schleimhaut mit Epithel und Lamina propria), darunter die Submukosa (Bindegewebe mit Gefäßen und dem Plexus submucosus), dann die Tunica muscularis aus Ring- und Längsmuskulatur (dazwischen der Plexus myentericus – der Motor der Peristaltik) und außen entweder die Serosa (glatter Bauchfellüberzug aus Mesothel, innerhalb der Bauchhöhle) oder die Adventitia (bindegewebige Verankerung mit der Umgebung, außerhalb der Bauchhöhle, z. B. an der Speiseröhre).

In der Mundhöhle wird die Nahrung mechanisch durch die Zähne zerkleinert, deren Zahnschmelz bereits vor dem Durchbruch vollständig ausgebildet ist. Die Speicheldrüsen (Glandula parotis, submandibularis, sublingualis) produzieren Speichel mit Muzinen (für die Gleitfähigkeit des Bissens) und α-Amylase (Ptyalin), die bereits im Mund mit dem Abbau von Stärke und Glykogen zu kleineren Kohlenhydraten beginnt. Mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithel bildet die Mundschleimhaut. Beim Schluckreflex hebt sich das Gaumensegel (verschließt den Nasopharynx), der Kehldeckel (Epiglottis) legt sich über den Kehlkopfeingang, und der obere Ösophagussphinkter erschlafft, damit der Bissen in die Speiseröhre gelangt.
Der Rachen (Pharynx) gliedert sich in Nasopharynx (Nasenrachen), Oropharynx (Mundrachen) und Laryngopharynx (Kehlkopfrachen). Im Oropharynx kreuzen sich Atem- und Speiseweg, weshalb beim Schlucken der Kehldeckel (Epiglottis) die Luftröhre verschließt, damit die Nahrung sicher in die Speiseröhre gelangt.

Die Speiseröhre (Ösophagus, ca. 25 cm lang) verbindet Rachen und Magen und besitzt drei physiologische Engstellen (Ringknorpelenge, Aortenenge, Zwerchfellenge). An beiden Enden durch Schließmuskeln (oberer/unterer Ösophagussphinkter) verschlossen, transportiert sie den Bissen über die Peristaltik durch abwechselnde Kontraktion von Ring- und Längsmuskulatur zum Magen.
Der Magen gliedert sich in Kardia (Mageneingang), Fundus, Korpus und Antrum, dessen Ausgang zum Duodenum Pylorus (Pförtner) heißt. In der Magenschleimhaut finden sich drei Zelltypen: Belegzellen (Parietalzellen) produzieren Salzsäure (HCl, senkt den pH auf ca. 1) und den Intrinsic Factor (nötig für die spätere Vitamin-B12-Aufnahme im terminalen Ileum), Hauptzellen bilden Pepsinogen als inaktive Vorstufe des proteinspaltenden Enzyms Pepsin, Nebenzellen sondern eine schützende Muzinschicht ab. Die Magensäure aktiviert Pepsinogen zu Pepsin, denaturiert Nahrungsproteine und tötet die meisten (nicht aber Helicobacter pylori) Krankheitserreger ab. Im Magen beginnt damit die Eiweißverdauung. Die im Mund begonnene Kohlenhydratverdauung kommt dagegen weitgehend zum Erliegen, weil die Speichelamylase im sauren Milieu inaktiviert wird, die Fettverdauung wiederum beginnt hier noch nicht.
Zur Magenanatomie gehören außerdem die beiden Krümmungen: die kleine Kurvatur an der konkaven rechten Seite und die große Kurvatur an der konvexen linken Seite. Der Magenausgang zum Duodenum heißt Pylorus (Pförtner).

Der Dünndarm gliedert sich in Duodenum (Zwölffingerdarm, C-förmig, ca. 25 cm), Jejunum und Ileum (zusammen ca. 4 m) und ist der Hauptort der Nährstoffresorption. Seine Oberfläche wird auf mehreren Ebenen vergrößert: die mit bloßem Auge sichtbaren Kerckring-Falten (Plicae circulares, ca. 1 cm), die mikroskopisch feineren Zotten (Villi) und Krypten sowie die nur elektronenmikroskopisch sichtbaren Mikrovilli (Bürstensaum) der resorbierenden Enterozyten. Spezifisch für das Duodenum sind die Brunner-Drüsen (alkalisches, HCl-neutralisierendes Sekret), für das Ileum die Peyer-Plaques (lymphatisches Gewebe). Resorbierte Fette werden als Chylomikronen über die Lymphgefäße der Zotten abtransportiert.
Eine Schlüsselstelle des Duodenums ist die Papilla duodeni major: Hier münden der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Ductus pancreaticus) und der Gallengang gemeinsam in den Dünndarm und geben Verdauungsenzyme und Galle in den Nahrungsbrei ab. Auf das Duodenum folgt an der Flexura duodenojejunalis das Jejunum, das ohne scharfe Grenze ins Ileum übergeht, zusammen rund 4 Meter lang, bis das Ileum im rechten Unterbauch am Caecum endet.


Der Dickdarm (Colon) folgt in der Reihenfolge Caecum mit Appendix (rechter Unterbauch) → Colon ascendens → Colon transversum → Colon descendens → Colon sigmoideum → Rektum → Anus. Mikroskopisch fehlen im Gegensatz zum Dünndarm die Zotten, stattdessen finden sich tiefe Krypten (Lieberkühn-Krypten) mit zahlreichen Becherzellen. Hauptaufgabe des Dickdarms ist die Rückresorption von Wasser und Elektrolyten (Eindickung des Stuhls). Die Defäkation ist ein reflektorischer, ab etwa dem 3. Lebensjahr willentlich beeinflussbarer Vorgang: Der innere Afterschließmuskel (glatte Muskulatur, unwillkürlich, vegetatives Nervensystem) relaxiert reflektorisch, während der äußere Afterschließmuskel (quergestreifte Muskulatur) willentlich kontrolliert werden kann.
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Das steht außerdem in diesem Kapitel
- Anhangsdrüsen: Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse