Zum Inhalt
Mission Medizin — Primärlogo, horizontales Lockup mit Descriptor Konstruktion: X = Höhe der Bildmarke = 60. Abstand Bildmarke zu Wortmarke 0,3X. Wortmarke 0,62X je Zeile, Zeilenabstand 0,95em. Descriptor 0,155X, Sperrung 0,2em. Mission Medizin ÖSTERREICH · DEUTSCHLAND · SCHWEIZ

Testteile und Untertests

1

Alle Untertests auf einen Blick

Der MedAT besteht aus vier Testteilen, die sich in insgesamt dreizehn Untertests gliedern. Die folgende Übersicht zeigt, wie viele Aufgaben dich jeweils erwarten, wie viel Zeit du dafür hast und welchen Anteil der Untertest am Gesamtergebnis ausmacht.

UntertestAufgabenZeitAnteil
BMS Biologie4030 min17,0 %
BMS Chemie2418 min10,2 %
BMS Physik1816 min7,7 %
BMS Mathematik1211 min5,1 %
TV Textverständnis1235 min10,0 %
KFF Figuren zusammensetzen1520 min8,0 %
KFF Gedächtnis, Lernphase8 Ausweise8 min—
KFF Gedächtnis, Reproduktion2515 min13,3 %
KFF Zahlenfolgen1015 min5,3 %
KFF Wortflüssigkeit1520 min8,0 %
KFF Implikationen erkennen1010 min5,3 %
SEK Emotionen regulieren1218 min3,0 %
SEK Emotionen erkennen1421 min3,5 %
SEK Soziales Entscheiden1421 min3,5 %
Der Anteil eines Untertests ergibt sich aus dem Gewicht seines Testteils und der Zahl seiner Aufgaben: Innerhalb eines Testteils zählt jeder Punkt gleich viel, und wer mehr Aufgaben stellt, trägt entsprechend mehr. Die Werte sind gerundet; verbindlich sind die Gewichtungen der Testteile mit BMS 40 %, KFF 40 %, TV 10 % und SEK 10 %.
2

Basiskenntnistest (BMS)

Der BMS prüft naturwissenschaftliches Grundlagenwissen auf Maturaniveau, geht an manchen Stellen aber deutlich darüber hinaus. Welche Inhalte konkret geprüft werden, legt die offizielle Stichwortliste fest, die jedes Jahr neu veröffentlicht wird, die verbindliche Grundlage bildet und am Anfang jeder Vorbereitung stehen sollte.

Auffällig ist das Zeitbudget: In Biologie bleiben pro Frage rund 45 Sekunden. Das reicht nicht zum Herleiten, sondern nur zum Abrufen. Wer den Stoff nicht sicher parat hat, verliert hier Punkte nicht aus Unwissen, sondern aus Zeitmangel. Biologie ist mit 17 Prozent zugleich der mit Abstand gewichtigste Einzelbereich des ganzen Tests.

3

Textverständnis (TV)

Beim Textverständnis bearbeitest du zwölf Aufgaben zu mehreren Texten in 35 Minuten. Vorwissen brauchst du nicht: Jede Antwort steht im Text und muss nur gefunden werden. Genau das ist die Schwierigkeit: Es geht um schnelles, gezieltes Lesen, nicht um Verstehen im gemütlichen Sinn. Techniken wie Überfliegen und die Suche nach Schlüsselbegriffen sind hier wichtiger als inhaltliches Interesse.

4

Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten (KFF)

Die fünf kognitiven Untertests machen zusammen ebenso viel aus wie der gesamte BMS. Sie unterscheiden sich stark darin, wie gut man sie trainieren kann.

Bei Figuren zusammensetzen musst du zerschnittene Formen im Kopf wieder zusammenfügen. Das fällt anfangs fast allen schwer und wird mit Übung deutlich besser. Beim Gedächtnis lernst du in acht Minuten acht fiktive Allergieausweise mit je acht Angaben, also 64 Informationseinheiten, und wirst später dazu befragt, was ohne Merktechnik wie die Loci-Methode kaum zu schaffen ist. Zahlenfolgen und Implikationen erkennen sind die beiden dankbarsten Untertests: Beide folgen wenigen wiederkehrenden Mustern, und wer die Verfahren beherrscht, holt hier zuverlässig Punkte. Wortflüssigkeit gilt vielen als der unangenehmste Teil, weil man aus Buchstabensalat unter starkem Zeitdruck Wörter bilden muss.

5

Sozial-emotionale Kompetenzen (SEK)

Die drei SEK-Untertests machen zusammen zehn Prozent aus und lassen sich in wenigen Tagen erarbeiten, vorausgesetzt, man versteht die Auswertungslogik.

Bei Emotionen regulieren wird eine belastende Situation geschildert, und du wählst aus vier Möglichkeiten die günstigste Reaktion. Im Untertest Emotionen erkennen beurteilst du, welche Gefühle in einer Situation wahrscheinlich sind: Hier zählt eine Aufgabe nur dann, wenn alle Angaben stimmen, denn Teilpunkte gibt es nicht. Beim Sozialen Entscheiden bringst du Überlegungen zu einem Dilemma in eine Rangfolge. Ausgewertet wird nicht gegen eine feste Musterlösung, sondern im Vergleich mit allen Testteilnehmern desselben Jahrgangs.