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Figuren zusammensetzen - Aufgabensatz 1
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Gedächtnis und Merkfähigkeit – Set 1
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Organische Chemie
Deniz Tafrali 6. August 2026
Kohlenwasserstoffe
2014
Welche Aussage zu organischen Stoffen stimmt?
A) Es gibt organische Stoffe, die nur Kohlenstoff und Wasserstoff enthalten.
B) Alle organischen Stoffe enthalten Stickstoff.
C) Organische Stoffe enthalten niemals Sauerstoff.
D) Organische Stoffe sind per Definition anorganische Salze.
E) Bei unvollständiger Verbrennung entsteht ausschließlich CO₂.
Lösung: A) Es gibt organische Stoffe, die nur Kohlenstoff und Wasserstoff enthalten.
2015
Was kennzeichnet ein sekundäres Kohlenstoffatom?
A) Es ist mit genau zwei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden.
B) Es ist mit genau einem weiteren Kohlenstoffatom verbunden.
C) Es ist mit drei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden.
D) Es ist mit vier weiteren Kohlenstoffatomen verbunden.
E) Es ist mit keinem weiteren Kohlenstoffatom verbunden.
Lösung: A) Es ist mit genau zwei weiteren Kohlenstoffatomen verbunden.
2015
Wie verändert sich der Siedepunkt von Alkanen mit zunehmender Kettenlänge (z. B. Butan, Pentan, Heptan)?
A) Der Siedepunkt steigt mit zunehmender Kettenlänge an.
B) Der Siedepunkt sinkt mit zunehmender Kettenlänge.
C) Der Siedepunkt bleibt unabhängig von der Kettenlänge konstant.
D) Nur verzweigte Alkane haben einen höheren Siedepunkt als längere Ketten.
E) Die Kettenlänge hat keinen Einfluss auf physikalische Eigenschaften.
Lösung: A) Der Siedepunkt steigt mit zunehmender Kettenlänge an.
2015
Warum sind Alkene und Alkine reaktionsfreudiger als Alkane?
A) Wegen ihrer Mehrfachbindungen (Doppel- bzw. Dreifachbindungen).
B) Wegen ihrer ausschließlich einfachen Bindungen.
C) Weil sie mehr Wasserstoffatome enthalten als Alkane.
D) Weil sie ringförmig aufgebaut sind.
E) Weil sie keine Kohlenstoffatome enthalten.
Lösung: A) Wegen ihrer Mehrfachbindungen (Doppel- bzw. Dreifachbindungen).
2015
Welche Aussage über Kohlenwasserstoffe ist richtig?
A) Kohlenwasserstoffe bestehen ausschließlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff.
B) Kohlenwasserstoffe enthalten immer auch Sauerstoff.
C) Kohlenwasserstoffe sind grundsätzlich wasserlöslich.
D) Kohlenwasserstoffe enthalten immer Stickstoff.
E) Kohlenwasserstoffe sind immer ionisch aufgebaut.
Lösung: A) Kohlenwasserstoffe bestehen ausschließlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff.
2016
Welche Aussage trifft auf Kohlenwasserstoffe zu?
A) Kohlenwasserstoffe sind über kovalente Bindungen aufgebaut.
B) Kohlenwasserstoffe sind generell hochreaktiv.
C) Kohlenwasserstoffe bestehen aus Ionenbindungen.
D) Kohlenwasserstoffe sind immer wasserlöslich.
E) Kohlenwasserstoffe enthalten grundsätzlich Sauerstoff.
Lösung: A) Kohlenwasserstoffe sind über kovalente Bindungen aufgebaut.
2017
Welche Eigenschaft von Kohlenwasserstoffverbindungen ist richtig?
A) Kohlenwasserstoffe sind über kovalente Bindungen aufgebaut.
B) Kohlenwasserstoffe bestehen aus Ionenbindungen.
C) Kohlenwasserstoffe sind immer stark polar.
D) Kohlenwasserstoffe enthalten grundsätzlich Stickstoff.
E) Kohlenwasserstoffe leiten immer elektrischen Strom.
Lösung: A) Kohlenwasserstoffe sind über kovalente Bindungen aufgebaut.
2018
Welche Aussage zu Pentan und Butan ist richtig?
A) Pentan ist bei Raumtemperatur flüssig.
B) Butan hat einen höheren Siedepunkt als Pentan.
C) Pentan ist bei Raumtemperatur gasförmig.
D) Pentan und Butan haben denselben Siedepunkt.
E) Butan ist bei Raumtemperatur flüssig.
Lösung: A) Pentan ist bei Raumtemperatur flüssig.
2020
Welche Aussage zur organischen Chemie ist richtig?
A) Organische Moleküle bestehen ausschließlich aus C- und H-Atomen.
B) Kohlenwasserstoffe bestehen aus unpolaren Molekülen
C) Organische Moleküle, die Doppelbindungen enthalten, werden als Alkine bezeichnet
D) Alkene sind Moleküle mit mindestens einer Dreifachbindung.
E) Ein Molekül mit zwei C-Atomen kann als Butan bezeichnet werden.
Lösung: B) Kohlenwasserstoffe bestehen aus unpolaren Molekülen
Die organische Chemie befasst sich mit Stoffen, die ein Grundgerüst aus Kohlenstoff besitzen – allerdings zählen nicht alle kohlenstoffhaltigen Verbindungen zu den organischen Stoffen: Kohlenstoffoxide (CO, CO₂), Graphit und Cyanide gehören zur anorganischen Chemie. Kohlenstoff bildet Einfachbindungen (σ-Bindungen, stabil), aber auch Doppel- und Dreifachbindungen (zusätzlich π-Bindungen, reaktiver, da eine höhere Elektronendichte auf kleinem Raum vorherrscht). Je nach Bindungsverhältnissen ist Kohlenstoff sp³-hybridisiert (tetraedrisch, 109,5°, z. B. Methan), sp²-hybridisiert (planar, 120°, z. B. Ethen) oder sp-hybridisiert (linear, 180°, z. B. Ethin). Kohlenstoffatome werden je nach Anzahl der direkt gebundenen weiteren C-Atome als primär (1), sekundär (2), tertiär (3) oder quartär (4) bezeichnet. Da sich die Elektronegativitäten von Kohlenstoff und Wasserstoff kaum unterscheiden, ist die C-H-Bindung nahezu unpolar – reine Kohlenwasserstoffe wie Alkane sind daher unpolar und chemisch wenig reaktiv.

Bei der vollständigen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen wie Methan entstehen Kohlenstoffdioxid und Wasser (CH₄ + 2 O₂ → CO₂ + 2 H₂O); bei unvollständiger Verbrennung (Sauerstoffmangel) entstehen stattdessen elementarer Kohlenstoff (Ruß) oder Kohlenstoffmonoxid. Beide Reaktionen sind exotherm, wobei die vollständige Verbrennung deutlich mehr Energie freisetzt. Gesättigte Verbindungen (nur Einfachbindungen, z. B. Alkane) sind besonders stabil; ungesättigte Verbindungen (mit Doppel- oder Dreifachbindungen, z. B. Alkene und Alkine) sind aufgrund ihrer höheren Elektronendichte reaktionsfreudiger und additionsfähig.

Alkane (allgemeine Formel CnH2n+2) besitzen ausschließlich Einfachbindungen, sind unpolar, wasserunlöslich und wenig reaktiv – ideal als Schmierstoffe oder Energieträger. Sie bilden eine homologe Reihe, bei der sich jedes Glied vom vorherigen durch eine zusätzliche CH2-Gruppe unterscheidet (Methan, Ethan, Propan, Butan, Pentan, Hexan, Heptan, Octan …). Der Siedepunkt steigt mit der Kettenlänge, da größere Moleküle mehr Elektronen und eine größere Oberfläche besitzen, wodurch die intermolekularen Van-der-Waals-Kräfte (temporäre Dipole) stärker werden und mehr Energie zur Trennung der Moleküle nötig ist – kurze Alkane wie Propan sind daher gasförmig, längere wie Pentan bereits flüssig. Ab Butan treten Konstitutionsisomere auf: Moleküle mit gleicher Summenformel, aber unterschiedlicher Struktur (z. B. n-Butan, Siedepunkt −0,5 °C, gegenüber dem verzweigten Isobutan, Siedepunkt −12 °C – Verzweigung senkt tendenziell den Siedepunkt, da die Moleküloberfläche für Van-der-Waals-Kontakte kleiner wird).

Cycloalkane (CnH2n) entstehen, wenn sich eine Alkankette zu einem Ring schließt (kleinstmöglicher Ring: Cyclopropan, da kürzere Ketten nicht zyklisieren können). Kleine Ringe wie Cyclopropan oder Cyclobutan sind wegen Ringspannung reaktiver, größere wie Cyclohexan spannungsfrei und stabiler. Alkene (CnH2n) besitzen mindestens eine Doppelbindung, sind sp²-hybridisiert (planar, 120°) und reagieren u. a. durch Hydrierung (Addition von H₂ → Alkan), Halogenierung (Addition von Halogenen → Dihalogenverbindung) und Hydratisierung (Addition von Wasser → Alkohol); durch die eingeschränkte Rotation um die Doppelbindung zeigen sie cis-trans- (E/Z-)Isomerie. Alkine (CnH2n−2) besitzen mindestens eine Dreifachbindung, sind sp-hybridisiert (linear, 180°) und noch reaktionsfreudiger als Alkene – das einfachste Alkin ist Ethin (Acetylen), ein gängiges Brenngas.
Zwei Begriffe helfen, die Reaktivität organischer Verbindungen zu verstehen: Nukleophile sind Teilchen mit hoher Elektronendichte (z. B. mit freien Elektronenpaaren), die elektronenarme Zentren angreifen; Elektrophile sind umgekehrt positiv geladene oder elektronenarme Teilchen. Die leicht zugänglichen π-Elektronen von Doppel- und Dreifachbindungen machen Alkene und Alkine besonders anfällig für elektrophile Additionsreaktionen: Ein Elektrophil wird an die Mehrfachbindung addiert, die sich dabei zur Einfachbindung (bzw. zur weniger stark ungesättigten Bindung) auflöst.

Aromaten besitzen ein ringförmiges, konjugiertes System delokalisierter π-Elektronen, das sie – trotz formal vorhandener Doppelbindungen – besonders reaktionsträge und stabil macht (Erfüllung der Hückel-Regel: (4n+2) π-Elektronen, z. B. 6 π-Elektronen bei Benzol). Der bekannteste Vertreter ist Benzol (C₆H₆); weitere Beispiele sind Toluol und Anilin. Aromatische Ringe finden sich auch in wichtigen Biomolekülen (z. B. den Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin oder den Nukleinbasen Adenin und Guanin). Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs, z. B. Naphthalin, Anthracen) entstehen v. a. bei unvollständigen Verbrennungsprozessen (Tabakrauch, Autoabgase, gegrilltes Fleisch) und gelten als krebserregend, da sie im Körper zu DNA-schädigenden Metaboliten umgewandelt werden können.

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