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MedAT-Vorbereitung 2027

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Lektion 13, Thema 15
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Embryologie

Deniz Tafrali 6. August 2026
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Befruchtung bis Einnistung

2013
Was passiert bei der Verschmelzung von Eizelle und Spermium?
A) Die Zellkerne verschmelzen und es entsteht eine diploide Zygote
B) Es entsteht eine haploide Zelle
C) Die Eizelle teilt sich sofort in zwei Zellen
D) Es kommt zur Meiose der Zygote
E) Die Zellmembranen bleiben getrennt
Lösung: A) Die Zellkerne verschmelzen und es entsteht eine diploide Zygote

2013
Wo findet beim Menschen normalerweise die Befruchtung der Eizelle statt?
A) Im Eileiter
B) In der Gebärmutter
C) Im Eierstock
D) In der Scheide
E) Im Gebärmutterhals
Lösung: A) Im Eileiter

2014
Wie heißt die befruchtete Eizelle, die nach 5-6 Tagen in den Uterus gewandert ist und sich gefurcht hat?
A) Morula
B) Blastozyste
C) Zygote
D) Gastrula
E) Trophoblast
Lösung: B) Blastozyste

2015
In welchem Stadium nistet sich die Zelle in die Gebärmutter ein?
A) Blastozyste
B) Morula
C) Zygote
D) Gastrula
E) Embryoblast
Lösung: A) Blastozyste

2015
Welche Aussage zur Einnistung der befruchteten Eizelle ist falsch?
A) Bei der Einnistung befindet sich die Eizelle im Stadium der Morula
B) hCG wird vom Trophoblasten produziert
C) Am 20. Zyklustag nistet sich die Eizelle ein
D) Nach ca. einer Woche findet die Einnistung statt
E) Die Einnistung erfolgt in der Gebärmutterschleimhaut
Lösung: A) Bei der Einnistung befindet sich die Eizelle im Stadium der Morula

2018
In welchem Stadium befindet sich die sich gerade einnistende Eizelle 5-6 Tage nach der Befruchtung?
A) Blastozyste
B) Morula
C) Zygote
D) Zweiblättriges Keimblatt-Stadium
E) Dreiblättriges Keimblatt-Stadium
Lösung: A) Blastozyste

2019
Wo nistet sich der Embryo normalerweise ein?
A) Eileiter
B) Vagina
C) Ovarien
D) Uterus
E) Vulva
Lösung: D) Uterus

2020
Wie wird der Zellhaufen 100 Stunden nach der Befruchtung genannt?
A) Morula
B) Blastula
C) Blastozyste
D) Zytoblast
E) Zygote
Lösung: A) Morula

2021
Wie bezeichnet man die befruchtete Eizelle 5-6 Tage nach der Befruchtung, wenn sie sich einnisten will?
A) Blastozyste
B) Morula
C) Zygote
D) dreiblättriges Keimblatt
E) zweiblättriges Keimblatt
Lösung: A) Blastozyste

2023
Welche Zellen teilen sich bei der Furchung?
A) Blastomere
B) Finger
C) Hoden von Nebenhoden
D) Schilddrüse von der Nebenschilddrüse
E) Pankreaszellen
Lösung: A) Blastomere

2024
Wie entsteht die Morula?
A) Durch Furchung von Blastomeren
B) Durch Furchung von Mesomeren
C) Durch Gastrulation der Blastozyste
D) Durch Verschmelzung zweier Blastozysten
E) Durch Invagination des Trophoblasten
Lösung: A) Durch Furchung von Blastomeren

Nach dem Eisprung (Ovulation) wird die reife Eizelle (Oozyte) aus dem Graaf-Follikel freigesetzt, gelangt kurz in die Bauchhöhle und wird von den Fimbrien des Eileiters aufgefangen. Der gewöhnliche Ort der Befruchtung ist die Ampulle des Eileiters. Die Eizelle ist dabei nur etwa 12 bis 24 Stunden lang befruchtungsfähig; da Spermien im weiblichen Genitaltrakt ebenfalls bis zu 72 Stunden überleben können, ist eine Befruchtung insgesamt in einem Zeitfenster von rund 6 Tagen möglich.

Bei der Befruchtung (Fertilisation) durchdringt das Spermium zunächst die Corona radiata und die Zona pellucida der Eizelle (Akrosomreaktion), bevor die Zellmembranen beider Keimzellen miteinander verschmelzen. Dabei verschmelzen die beiden haploiden Zellkerne (Vorkerne) miteinander, wodurch die diploide Zygote entsteht. Bereits mit der Befruchtung ist das genetische Geschlecht des Kindes festgelegt (X-Spermium → weiblich, Y-Spermium → männlich).

Die Zygote teilt sich anschließend durch Furchung (nicht durch gewöhnliche Zellteilung) in immer kleinere Tochterzellen, die Blastomere; diese sind zunächst totipotent, werden nach dem 8-Zell-Stadium aber pluripotent. Nach ca. 100 Stunden (etwa 3–4 Tagen post conceptionem) entsteht durch fortgesetzte Furchung der Blastomere ein kugelförmiger, 16-zelliger Zellhaufen, die Morula.

Ab dem 8-Zell-Stadium kommt es zur Kompaktion: Die Blastomeren flachen sich gegeneinander ab, verbinden sich über Tight Junctions und bilden erstmals eine klar begrenzte Außenfläche – die Voraussetzung dafür, dass sich innen und außen unterschiedliche Zellpopulationen entwickeln können.

Entwicklung von der Befruchtung über Zygote, Zweizellstadium und Morula bis zur Blastozyste mit Embryoblast und Höhle
Entwicklung von der Befruchtung über Zygote, Zweizellstadium und Morula bis zur Blastozyste mit Embryoblast und Höhle. Die Zellzahl steigt, die Gesamtgröße bleibt gleich — erst die Blastozyste bildet eine Höhle. Aus dem Trophoblasten (Außenwand) entsteht später die Plazenta, aus dem Embryoblasten der Embryo.

Aus der Morula entwickelt sich durch Entstehen eines flüssigkeitsgefüllten Hohlraums die Blastozyste, die 5–6 Tage nach der Befruchtung in den Uterus gewandert ist und ihre Zona pellucida verloren hat. Sie besteht aus dem Trophoblasten (äußere Zellschicht, Ursprung u. a. der späteren Plazenta) und dem Embryoblasten (innere Zellansammlung, aus der sich der eigentliche Embryo entwickelt). Am 5.–6. Tag nach der Befruchtung nistet sich die Blastozyste – nicht mehr die Morula – in die Gebärmutterschleimhaut ein (Einnistung/Nidation/Implantation); rechnet man ab dem Eisprung (14. Zyklustag), entspricht das dem 20. Zyklustag. Die zum Endometrium gelegenen Trophoblastzellen verschmelzen zum Synzytiotrophoblasten, der bereits hCG (humanes Choriongonadotropin) produziert.

Der Trophoblast differenziert sich bei der Einnistung in zwei Schichten: Der invasive Synzytiotrophoblast arbeitet sich in das Endometrium vor und produziert das hCG, der innen gelegene Zytotrophoblast bleibt als geordnete Zellschicht erhalten. Im Synzytiotrophoblasten entstehen Hohlräume (Lakunen), die sich mit mütterlichem Blut füllen – der Beginn des uteroplazentaren Kreislaufs.

Parallel gliedert sich der Embryoblast in Epiblast (oben, zur Amnionhöhle hin) und Hypoblast (unten, zur entstehenden Dottersackhöhle) – die zweiblättrige Keimscheibe, aus der in der Gastrulation die drei Keimblätter hervorgehen.

Blastozyste nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein, der Trophoblast dringt mit Zotten in das gefäßreiche Endometrium vor
Blastozyste nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein, der Trophoblast dringt mit Zotten in das gefäßreiche Endometrium vor. Um den 6. Tag nistet sich die Blastozyste ein — mit dem Embryoblasten voran zur Schleimhaut. Das hCG des Trophoblasten hält den Gelbkörper am Leben — und macht den Schwangerschaftstest positiv.

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Das steht außerdem in diesem Kapitel

  1. Entwicklung des Embryos
  2. Entwicklung des Fetus
  3. Keimblätter
  4. Plazenta und Eihaut