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Die menschliche Zelle

Allgemeine Charakteristika

2013
Welches Merkmal gehört nicht zu eukaryontischen Zellen?
A) Fehlender echter Zellkern
B) Membranumhüllte Organellen
C) Linear organisierte Chromosomen
D) Ausgeprägtes Zytoskelett
E) Endoplasmatisches Retikulum
Lösung: A) Fehlender echter Zellkern

2013
Was unterscheidet eine prokaryontische von einer eukaryontischen Zelle?
A) Prokaryonten besitzen keinen echten, membranumhüllten Zellkern
B) Prokaryonten besitzen Mitochondrien
C) Eukaryonten besitzen keine Ribosomen
D) Prokaryonten sind stets größer als Eukaryonten
E) Eukaryonten besitzen keine Zellmembran
Lösung: A) Prokaryonten besitzen keinen echten, membranumhüllten Zellkern

2014
Was ist kein Euzyt?
A) Amöbe
B) Pantoffeltierchen
C) Bakterium
D) Hefezelle
E) Paramecium
Lösung: C) Bakterium

2015
Welche Aussage zu Eucyten und Protocyten trifft zu?
A) Protocyten (Prokaryonten) besitzen Ribosomen, aber keinen echten Zellkern, während Eucyten (Eukaryonten) einen echten Zellkern besitzen
B) Protocyten besitzen einen echten Zellkern
C) Eucyten besitzen keine Ribosomen
D) Protocyten und Eucyten unterscheiden sich nicht im Zellkernbesitz
E) Nur Eucyten besitzen Ribosomen
Lösung: A) Protocyten (Prokaryonten) besitzen Ribosomen, aber keinen echten Zellkern, während Eucyten (Eukaryonten) einen echten Zellkern besitzen

2020
Wie wird der energieverbrauchende Anteil des Stoffwechsels genannt?
A) Anabolismus
B) Katabolismus
C) Metabolismus
D) Kachexie
E) Homöostase
Lösung: A) Anabolismus

2021
Was ist die kleinste teilungsfähige Einheit eines Organismus?
A) Zelle
B) DNA
C) Organ
D) Zellkern
E) Gewebe
Lösung: A) Zelle

2024
Was versteht man unter Hypertrophie von Zellen?
A) Zunahme des Volumens ohne Zunahme der Zellzahl
B) Zunahme des Volumens mit Zunahme der Zellanzahl
C) Abnahme des Volumens bei Abnahme der Zellanzahl
D) Abnahme des Volumens bei konstanter Zellanzahl
E) Zunahme der Zellzahl ohne Volumenzunahme (Hyperplasie)
Lösung: A) Zunahme des Volumens ohne Zunahme der Zellzahl

Die Zelle ist die kleinste Einheit des Lebens und alle uns bekannten Lebensformen bestehen aus Zellen. Man unterscheidet grob zwei Zelltypen: Prokaryonten (Prokaryoten, Prokaryozyten) besitzen keinen echten, membranumhüllten Zellkern und keine membranumhüllten Organellen, weshalb ihre Erbinformation frei im Zytoplasma vorliegt. Wichtigste Vertreter sind die Bakterien. Eukaryonten (Eukaryoten, Eukaryozyten, Euzyten) besitzen dagegen einen echten Zellkern: Dazu zählen alle mehrzelligen Organismen (Tiere, Pflanzen) sowie Pilze. Da das Thema Prokaryonten seit dem MedAT 2015 nicht mehr aus der Stichwortliste geprüft wird, konzentrieren wir uns hier auf die eukaryontische Zelle.

Vokabel-Trick für den Einstieg: Viele Fachbegriffe der Zellbiologie lassen sich über ihre Wortbausteine entschlüsseln: „pro-“ bedeutet „vor“, „kary-“ bezieht sich auf den Kern, „zyto-“ auf die Zelle. Ebenso allgegenwärtig sind „intra-“ (innerhalb), „inter-“ (zwischen) und „extra-“ (außerhalb), etwa in intrazellulär, interzellulär und extrazellulär.

Prokaryot und Eukaryot im Vergleich: kleines Bakterium mit Zellwand, frei liegender DNA und Geißel neben einer viel größeren tierischen Zelle mit Zellkern und Organellen
Prokaryot und Eukaryot im Vergleich: kleines Bakterium mit Zellwand, frei liegender DNA und Geißel neben einer viel größeren tierischen Zelle mit Zellkern und Organellen. Prokaryoten haben keine membranumhüllten Organellen — die DNA liegt frei im Zytoplasma. Ribosomen: 70S bei Prokaryoten · 80S im Zytoplasma der Eukaryoten.

Eine eukaryontische Zelle ist ein durch die Zellmembran begrenzter, dreidimensionaler Raum, gefüllt mit einer wässrigen Lösung, dem Zytosol. Struktur und Stabilität erhält die Zelle durch das Zytoskelett, ein Netz aus Proteinfilamenten, das teils fest, teils locker mit Organellen und Zellmembran verbunden ist. Der Zellkern enthält den Großteil der Erbinformation (DNA), ein kleinerer Teil liegt dagegen in den Mitochondrien vor. Produktion und Organisation von Stoffen übernehmen endoplasmatisches Retikulum und Golgi-Apparat, den Abbau die „Müllabfuhr“ der Zelle: Lysosomen, Proteasomen und Peroxisomen.

Aus dem Zusammenspiel der Organellen ergeben sich die Grundeigenschaften des Lebens:

  • Reproduktion durch Zellteilung im Rahmen des Zellzyklus
  • Stoffwechsel (Metabolismus) zur Energie- und Proteinbereitstellung
  • Reizbarkeit (Reize wahrnehmen und verarbeiten)
  • Motilität (Bewegungsfähigkeit)
  • Wachstum/Entwicklung
  • sowie der geregelte Untergang durch Apoptose, im Unterschied zur ungeregelten Nekrose

Nicht jede Zelle zeigt alle diese Eigenschaften gleichzeitig: Eine Knochenzelle muss sich nicht bewegen, eine Fresszelle des Immunsystems dagegen schon.

Der Stoffwechsel (Metabolismus) beschreibt die Gesamtheit der chemischen Vorgänge in der Zelle. Er dient dem Aufbau und Erhalt der Zellsubstanz sowie der Energiebereitstellung für energieverbrauchende Prozesse (z. B. Muskelkontraktion). Verändert sich die Größe eines Gewebes, unterscheidet man Hypertrophie (Zunahme des Zellvolumens ohne Zunahme der Zellzahl) von Hyperplasie (Zunahme der Zellzahl durch Zellteilung).

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Das steht außerdem in diesem Kapitel

  1. Zelltypen
  2. Zellmembranen
  3. Stofftransport
  4. Zytoplasma
  5. Organellen
  6. Zellkern
  7. Mitochondrien
  8. Endoplasmatisches Retikulum
  9. Golgi-Apparat
  10. Lysosomen, Endosomen, Peroxisomen
  11. Ribosomen
  12. Proteasomen
  13. Zentriolen
  14. Zytoskelett
  15. Zellkontakte
  16. Kinozilien, Geißeln, Mikrovilli
  17. Zellteilung
  18. Zelltod