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Emotionen regulieren
Deniz Tafrali 5. August 2026
Allgemeines
Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?
- 12 Aufgaben in 18 Minuten
- Etwa 90 Sekunden pro Aufgabe
| Testteil | Emotionen regulieren (ER), Teil der SEK |
| Anzahl Aufgaben | 12 |
| Bearbeitungszeit | 18 Minuten |
| Zeit pro Aufgabe | etwa 90 Sekunden |
| Gewichtung | Teil der SEK, die zusammen 10 % der Gesamtwertung ausmacht |
| Was wird geprüft? | Dein Wissen darüber, wie man mit Emotionen umgeht, um ein Ziel zu erreichen |
| Aufgabe | Eine Situation mit einer negativen Emotion, dazu vier Vorsätze in der Ich-Form |
| Aufgabenformat | Genau vier Optionen A bis D, von denen du eine wählst; hier gibt es kein E |
| Bewertung | Richtig ist die Strategie, mit der das Ziel laut aktueller Forschung am besten erreicht wird |
| Besonderheit | Die Antworten stehen in der Ich-Form, damit du dich leichter hineinversetzen kannst |
Die Eckdaten stammen aus der offiziellen Testbeschreibung und den Beispielaufgaben der Medizinischen Universitäten (medizinstudieren.at).
Welche Fähigkeiten werden geprüft?
- Wissen, wie man mit Emotionen umgeht, um ein Ziel zu erreichen
- Ziel, Ressourcen und Änderbarkeit aus einer Situation herauslesen
- Die Strategie wählen, die laut Emotionsforschung am besten passt – nicht die, die dir persönlich näherliegt
In diesem Untertest liest du eine kurze Situation, in der eine Person eine negative Emotion erlebt. Die Beschreibung nennt dir dabei immer auch die Rahmenbedingungen, die Verfassung der Person und ihr Ziel. Darunter stehen vier Vorsätze in der Ich-Form, und du wählst denjenigen, mit dem die Person ihr Ziel am besten erreicht.
Viele empfinden diesen Teil zunächst als schwammig, weil sich mehrere Antworten vernünftig anhören und man den Eindruck hat, es gebe keine richtige Lösung. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Aufgaben beruhen auf Ergebnissen der Emotionsforschung, und aus dieser Forschung ist bekannt, welche Strategie unter welchen Umständen am wirksamsten ist. Sobald du das Modell dahinter kennst, wird der Teil überraschend berechenbar.
Warum das überhaupt geprüft wird, erklärt sich aus dem Beruf. Als Ärztin oder Arzt arbeitest du ständig mit Menschen und musst tragfähige Beziehungen zu Patienten aufbauen, oft in emotional belastenden Situationen. Dafür ist entscheidend, dass du mit deinen eigenen Gefühlen und mit denen anderer umgehen kannst, ohne dass darunter die Sache leidet.
Wie sehen die Aufgaben aus?
Aufgabenstellung
Du liest eine kurze Situation, in der eine Person eine negative Emotion erlebt. Die Beschreibung nennt immer auch die Rahmenbedingungen, die Verfassung der Person und ihr Ziel.
Die Situationen spielen dabei keineswegs nur in der Medizin. In den offiziellen Beispielaufgaben geht es unter anderem um eine Prüfung, um eine abgelehnte Bewerbung, um eine Provokation in einer Bar und um eine verzögerte Autolieferung. Das Modell bleibt aber in allen Fällen dasselbe, und genau darauf kannst du dich verlassen.
Antwortmöglichkeiten
Darunter stehen genau vier Vorsätze in der Ich-Form, A bis D, und du wählst denjenigen, mit dem die Person ihr Ziel am besten erreicht. Ein E gibt es hier nicht – gefragt ist die beste der angebotenen Optionen, nicht die ideale Lösung.
Beispiel
Die drei Schlüssel in einer Situation
Eine Studentin schreibt in einer Stunde eine wichtige Prüfung. Sie hat sich optimal vorbereitet, ist ausgeschlafen und fit. Kurz vorher bekommt sie Angst vor den Folgen eines Scheiterns.
Ziel: konzentriert und motiviert an die Prüfung gehen.
Ressourcen: gut vorbereitet, ausgeruht, leistungsfähig.
Änderbarkeit: an der Prüfung selbst lässt sich nichts ändern.
Passend ist, sich vor Beginn die eigene Kompetenz bewusst zu machen, weil das die Angst in Zuversicht verwandelt und die Konzentration erhält.
Was muss man bei den Aufgaben beachten?
- Genau vier Optionen A bis D, kein E – du entscheidest dich immer für eine.
- Richtig ist die Strategie, mit der das genannte Ziel unter den genannten Ressourcen am besten erreicht wird.
- Alle Antworten stehen in der Ich-Form.
- Nicht dein Bauchgefühl entscheidet, sondern das Forschungsmodell.
Ein Hinweis zum Format vorweg: Hier gibt es kein E. Du entscheidest dich immer für eine der vier Möglichkeiten, auch wenn dir keine perfekt erscheint. Gefragt ist die beste der angebotenen Optionen und nicht die ideale Lösung, die dir vielleicht vorschwebt.
Nicht dein Bauchgefühl entscheidet
Gefragt ist die Strategie, mit der die beschriebene Person ihr genanntes Ziel am besten erreicht. Wie du selbst in dieser Lage reagieren würdest, spielt keine Rolle.
Antworte nach dem Forschungsmodell, auch wenn dir persönlich etwas anderes näherliegt.
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