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Emotionen erkennen
Deniz Tafrali 5. August 2026
Allgemeines
Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?
- 14 Aufgaben in 21 Minuten
- Etwa 90 Sekunden pro Aufgabe
| Testteil | Emotionen erkennen (EE), Teil der SEK |
| Anzahl Aufgaben | 14 |
| Bearbeitungszeit | 21 Minuten |
| Zeit pro Aufgabe | etwa 90 Sekunden |
| Gewichtung | Teil der SEK, die zusammen 10 % der Gesamtwertung ausmacht |
| Was wird geprüft? | Zu erkennen, was eine Person in einer Situation wahrscheinlich fühlt |
| Aufgabe | Zu einer beschriebenen Person und Situation die angebotenen Emotionen einordnen |
| Grundprinzip | Die Definition jeder Emotion mit der Situation abgleichen |
| Wichtig | Du nimmst neutral die Perspektive der beschriebenen Person ein, nicht deine eigene |
| Keine Wertung | Gefragt ist wahrscheinlich oder unwahrscheinlich, niemals angemessen oder unangemessen |
Die Eckdaten stammen aus der offiziellen Testbeschreibung und den Beispielaufgaben der Medizinischen Universitäten (medizinstudieren.at).
Welche Fähigkeiten werden geprüft?
- Erkennen, was eine Person in einer Situation wahrscheinlich fühlt
- Die Definition jeder Emotion mit der Situation abgleichen
- Neutral die Perspektive der beschriebenen Person einnehmen, ohne zu werten
Bei diesem Untertest liest du eine kurze Beschreibung einer Person und ihrer Situation und beurteilst, welche Emotion sie darin wahrscheinlich empfindet. Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, dass die angebotenen Gefühle sich oft sehr ähneln. Zwischen Stolz und Zufriedenheit oder zwischen Enttäuschung und Trauer entscheidet manchmal ein einziges Detail in der Beschreibung.
Genau deshalb ist dieser Teil besser lernbar, als er zunächst wirkt. Es geht weniger um Einfühlungsvermögen als um saubere Begriffsarbeit, denn wer die Definitionen der Emotionen genau kennt, ordnet sie zuverlässig zu. Viele Prüflinge verlassen sich stattdessen auf ihr Gefühl und wundern sich, dass ihre Ergebnisse schwanken.
Wie sehen die Aufgaben aus?
Aufgabenstellung
Du liest eine kurze Beschreibung einer Person und ihrer Situation, die mit der Frage endet, wie sich diese Person darin fühlt.
Die Situationen sind knapp gehalten und enthalten trotzdem alle nötigen Hinweise. Achte beim Lesen gezielt auf vier Dinge: worum es der Person geht, was tatsächlich passiert ist, ob sie selbst etwas dazu beigetragen hat und wie sie zur Situation steht. Aus diesen Angaben ergibt sich, welche Emotion passt.
Antwortmöglichkeiten
Zu jeder Situation stehen fünf Gefühle, mit (A) bis (E) beschriftet, und du beurteilst jedes einzeln als eher wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich. Eine Aufgabe zählt nur, wenn alle fünf Zuordnungen stimmen.
In den Aufgaben werden meist mehrere Emotionen zu einer Situation angeboten, und du entscheidest für jede einzeln. Das bedeutet auch, dass durchaus mehrere Gefühle zugleich wahrscheinlich sein können, etwa Enttäuschung und Ärger. Prüf deshalb jede Option für sich, statt nach der einen richtigen Emotion zu suchen.
Beispiel
Ein Detail entscheidet
Jemand erreicht nach langer eigener Anstrengung ein selbst gestecktes Ziel. Stolz ist wahrscheinlich, weil eine eigene, anerkennenswerte Leistung dahintersteht.
Jemand bekommt dasselbe Ergebnis durch einen glücklichen Zufall. Freude ist wahrscheinlich, Stolz dagegen kaum, weil die eigene Leistung fehlt.
Ein einziges Schlüsselwort wie „selbst erarbeitet” verschiebt die richtige Zuordnung.
Was muss man bei den Aufgaben beachten?
- Gefragt ist wahrscheinlich oder unwahrscheinlich – niemals angemessen oder unangemessen.
- Du nimmst die Perspektive der beschriebenen Person ein, nicht deine eigene.
- Was der Text nicht hergibt, ist unwahrscheinlich – füll die Lücken nicht mit eigenen Annahmen.
- Einen Punkt gibt es nur, wenn alle fünf Zuordnungen stimmen.
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