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MedAT-Vorbereitung 2027

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  28. Simulation - Textverständnis
  29. Simulation - KFF
  30. Simulation - SEK
    1 Test
Lektion 22 von 30
Angefangen

Implikationen erkennen

Deniz Tafrali 5. August 2026

Allgemeines

Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?

  • 10 Aufgaben in 10 Minuten
  • Etwa 60 Sekunden pro Aufgabe
TestteilImplikationen erkennen (IMP), Teil der KFF
Anzahl Aufgaben10
Bearbeitungszeit10 Minuten
Zeit pro Aufgabeetwa 60 Sekunden
GewichtungTeil der KFF, die im MedAT-H zusammen 40 % der Gesamtwertung ausmachen
Nur MedAT-HIm MedAT-Z entfällt dieser Untertest ersatzlos — dort tritt an die Stelle von Textverständnis und Implikationen der Teil Manuelle Fertigkeiten, und die KFF wiegen nur 30 %
Was wird geprüft?Logisch zwingendes Schlussfolgern
AufgabeAus zwei vorgegebenen Aussagen die Schlussfolgerung finden, die zwingend immer richtig ist
AufgabenformatVier Schlussfolgerungen A bis D sowie E für „Keine der Schlussfolgerungen ist richtig”
Antwortreihenfolgeliegt fest: A „Alle … sind …“, B „Alle … sind keine …“, C „Einige … sind …“, D „Einige … sind keine …“
GrundregelDie beiden Aussagen gelten als wahr, auch wenn sie deiner Erfahrung widersprechen
BesonderheitDer planbarste Untertest — es gibt genau 27 lösbare Aufgabentypen, und die kannst du alle kennen
Implikationen erkennen (IMP). Die Eckdaten stammen aus der offiziellen Testbeschreibung und den Übungsbeispielen der Medizinischen Universitäten (medizinstudieren.at).

Welche Fähigkeiten werden geprüft?

  • Logisch zwingend schlussfolgern – nur was in jedem Fall gilt
  • Das eigene Weltwissen ausblenden und zwei Aussagen als wahr annehmen
  • Die 27 lösbaren Konstellationen wiedererkennen, statt jede Aufgabe neu zu durchdenken

Bei diesem Untertest bekommst du zwei Aussagen und sollst die eine Schlussfolgerung wählen, die logisch zwingend immer gilt. Zwingend bedeutet dabei mehr als plausibel oder wahrscheinlich. Die Schlussfolgerung muss in jedem denkbaren Fall stimmen, in dem die beiden Aussagen wahr sind, und ein einziges Gegenbeispiel genügt, um sie zu verwerfen.

Dieser Teil ist der planbarste des gesamten Tests, und zwar in einem viel wörtlicheren Sinn, als die meisten vermuten. Aus den vier Quantoren, die überhaupt vorkommen, lassen sich rechnerisch 256 Anordnungen bilden. Davon sind nur 36 überhaupt sinnvoll gebaut, und von diesen 36 haben genau 27 eine zwingende Lösung, während die übrigen neun auf E hinauslaufen. Das ist die ganze Grundgesamtheit. Wer sie einmal durchgearbeitet hat, löst im Test keine neuen Aufgaben mehr, sondern erkennt bekannte wieder.

Eine Umstellung im Kopf ist allerdings nötig. Du nimmst die beiden Aussagen als wahr an, selbst wenn sie inhaltlich absurd klingen, denn es zählt allein die Logik. Wenn dir jemand sagt, alle Nüsse seien keine Pflanzen, dann arbeitest du damit weiter, ohne dich daran zu stören. Genau dieses Ausblenden des Weltwissens fällt vielen schwerer als die eigentliche Logik.

Die Testersteller begründen den Untertest damit, dass diese Fähigkeit beim Stellen von Diagnosen und beim Ableiten therapeutischer Maßnahmen aus vorliegenden Befunden gebraucht wird. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen einem zwingenden und einem nur naheliegenden Schluss im klinischen Alltag von erheblicher Bedeutung, weil er darüber entscheidet, ob eine Diagnose belegt oder bloß vermutet ist.

Nur was in jedem Fall gilt. Eine Schlussfolgerung ist richtig, wenn sie in jeder erlaubten Anordnung stimmt. Findest du eine einzige Anordnung, in der die Aussagen wahr sind und die Schlussfolgerung trotzdem falsch, scheidet sie aus. Dein Weltwissen bleibt dabei außen vor.

Wie sehen die Aufgaben aus?

Aufgabenstellung

Du bekommst zwei Aussagen, die du als wahr annimmst, auch wenn sie deiner Erfahrung widersprechen. Gesucht ist die Schlussfolgerung, die daraus logisch zwingend immer folgt.

Antwortmöglichkeiten

Vier Schlussfolgerungen A bis D stehen zur Auswahl, E heißt „Keine der Schlussfolgerungen ist richtig“. Die Reihenfolge liegt fest: A ist die allgemein bejahende, B die allgemein verneinende, C die partiell bejahende und D die partiell verneinende Form.

Was muss man bei den Aufgaben beachten?

  • Die beiden Aussagen gelten als wahr, auch wenn sie absurd klingen – dein Weltwissen bleibt außen vor.
  • „Einige“ heißt mindestens eines und höchstens alle.
  • Es gibt genau 27 lösbare Konstellationen und neun, die auf E hinauslaufen – mehr kommt nicht.
  • Nur im MedAT-H; im MedAT-Z entfällt dieser Untertest.
  • Falsche Antworten kosten keine Punkte. Am Ende bleibt kein Feld leer.

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