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MedAT-Vorbereitung 2027

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Lektion 18 von 30
Angefangen

Figuren zusammensetzen

Deniz Tafrali 5. August 2026

Allgemeines

Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?

  • 15 Aufgaben in 20 Minuten
  • Etwa 80 Sekunden pro Aufgabe
TestteilFiguren zusammensetzen (FZ), Teil der KFF
Anzahl Aufgaben15
Bearbeitungszeit20 Minuten
Zeit pro Aufgabeetwa 80 Sekunden
GewichtungTeil der KFF, die zusammen 40 % der Gesamtwertung ausmacht
Was wird geprüft?Räumliches Vorstellungsvermögen, vor allem die mentale Rotation
Teile je Aufgabemeist drei bis sechs, gelegentlich mehr
Mögliche ZielfigurenKreisteile sowie Vielecke, dazu Trapez, Parallelogramm, Rechteck, Quadrat und Dreiecke
AufgabenformatVier Figuren stehen zur Auswahl, E bedeutet „Keine der Antwortmöglichkeiten”
GrundregelnDie Größe spielt keine Rolle, die Teile werden nicht gespiegelt, und du fügst sie rein gedanklich zusammen
Erlaubte HilfsmittelKeine. Weder Hilfslinien noch Notizen, Lineal oder Finger; der Bleistift dient nur zum Ankreuzen

Die Eckdaten stammen aus der offiziellen Testbeschreibung und den Übungsbeispielen der Medizinischen Universitäten (medizinstudieren.at).

Welche Fähigkeiten werden geprüft?

  • Räumliches Vorstellungsvermögen, vor allem die mentale Rotation
  • Winkel grob schätzen und Bogenlängen addieren
  • Von den Teilen auf die Grundfigur schließen, statt Antworten durchzuprobieren

Figuren zusammensetzen gilt bei vielen als der unangenehmste Teil der KFF. Das liegt daran, dass man beim ersten Kontakt oft das Gefühl hat, nur zu raten, und dass sich der Fortschritt anfangs langsamer einstellt als bei anderen Untertests. Genau hier liegt aber deine Chance, denn hinter jeder einzelnen Aufgabe steckt dieselbe Systematik. Wer sie kennt, arbeitet ruhig und schnell, während andere weiter probieren.

Geprüft wird dein räumliches Vorstellungsvermögen, insbesondere die Fähigkeit, Formen im Kopf zu drehen. Die Medizinischen Universitäten begründen das damit, dass sich diese Fähigkeit international als aussagekräftig für den Studienerfolg und für den späteren Berufserfolg erwiesen hat, etwa in operativen Fächern. Auch im Alltag des Studiums begegnet sie dir ständig, wenn du dir anatomische Strukturen räumlich vorstellst oder Schnittbilder aus der Radiologie liest.

Das Grundprinzip ist bei jeder Aufgabe gleich. Aus den vorgegebenen Teilen entsteht genau eine einfache Grundfigur, und deine Aufgabe besteht darin, diese Figur zu bestimmen. Der entscheidende Denkschritt ist, dass du von den Teilen ausgehst und erst danach auf die Antworten schaust. Wer umgekehrt vorgeht und jede der fünf Antwortfiguren einzeln durchprobiert, braucht ein Vielfaches der Zeit und schafft die fünfzehn Aufgaben nicht.

Ermutigend ist, dass alle drei Fähigkeiten, auf die es hier ankommt, nachweislich trainierbar sind. Studien zur mentalen Rotation zeigen deutliche Verbesserungen durch Übung, und dasselbe gilt für das Schätzen von Winkeln, das etwa in der Orthopädie systematisch untersucht wurde. Du startest also nicht mit einem festen Talent, sondern mit einer Fähigkeit, die sich über Wochen spürbar entwickelt.

Wie sehen die Aufgaben aus?

Aufgabenstellung

Du siehst eine einfache geometrische Figur, die in mehrere Teile zerschnitten wurde, meist in drei bis sechs. Darunter stehen vier Figuren zur Auswahl sowie die Option E. Deine Aufgabe ist herauszufinden, welche der Figuren sich aus genau diesen Teilen zusammensetzen lässt.

Es lohnt sich, zwei Aufgabentypen zu unterscheiden, weil du bei jedem auf etwas anderes achtest. Der erste Typ sind die Vielecke. Am häufigsten kommen Fünf- bis Achtecke vor, seit dem MedAT 2025 aber ausdrücklich auch Trapez, Parallelogramm und rechtwinklige Dreiecke, und die Testersteller behalten sich weitere Formen vor. Der zweite Typ sind die Kreisteile, also Viertelkreis, Halbkreis, Dreiviertelkreis und Vollkreis.

Ein Blick in die Protokolle der Jahre 2018 bis 2026 zeigt, worauf du dich einstellen kannst. Kreisteile machen regelmäßig einen großen Anteil aus, in manchen Jahrgängen etwa ein Drittel bis die Hälfte der Aufgaben. Bei den Vielecken dominieren Fünf-, Sechs- und Achtecke, während das Siebeneck seltener als Lösung auftaucht und häufig gerade deshalb zu E führt. Seit 2024 kommen zusätzlich Quadrate, Rechtecke und auffällig langgezogene Rechtecke vor, die Teilnehmer als Säulen beschrieben haben, und der Jahrgang 2026 brachte Parallelogramme sowie verschiedene Dreiecksformen.

Antwortmöglichkeiten

Vier Figuren stehen zur Auswahl, und E bedeutet „Keine der Antwortmöglichkeiten“. E heißt dabei nie, dass die Teile nicht zusammenpassen: Aus den Teilen entsteht immer eine gültige Figur, und E ist richtig, wenn genau diese Figur unter A bis D fehlt.

Wie oft E vorkam
In den Protokollen wird E meist ein- bis dreimal pro Testbogen genannt. 2021 berichteten Teilnehmer von zwei Aufgaben, bei denen jeweils ein Sechseck herauskam, das nicht unter den Antworten stand. 2023 führte ein Siebeneck zu E, und 2026 wurden drei E-Aufgaben genannt.
E ist also keine Verlegenheitslösung, sondern eine regulär vorkommende Antwort.

Was muss man bei den Aufgaben beachten?

  • Das Größenverhältnis zwischen Teilen und Antwortfiguren spielt keine Rolle.
  • Die Teile werden gedreht und verschoben, nie gespiegelt.
  • Keine Hilfsmittel: keine Hilfslinien, keine Notizen, kein Lineal, kein Finger – der Bleistift dient nur zum Ankreuzen.
  • Falsche Antworten kosten keine Punkte. Am Ende bleibt kein Feld leer.

Drei Regeln erleichtern dir die Arbeit erheblich, und du solltest sie dir wirklich einprägen. Erstens spielt das Größenverhältnis zwischen den Teilen und den Antwortfiguren keine Rolle. Die Teile sind oft klein gezeichnet, während die Antwortfiguren groß erscheinen, und das darf dich nicht irritieren. Zweitens musst du kein Teil spiegeln, du darfst es also ausschließlich drehen und verschieben. Drittens sind Hilfsmittel verboten. Du darfst weder Hilfslinien einzeichnen noch Notizen machen, kein Lineal benutzen und auch nicht mit dem Finger nachfahren. Das Zusammenfügen geschieht rein gedanklich, und der Bleistift dient allein dem Ankreuzen auf dem Antwortbogen.

Wann E richtig ist
Aus den Teilen ergibt sich immer eine gültige Figur. Steht diese Figur nicht unter A bis D, kreuzt du E an. Wenn die Teile zum Beispiel ein Siebeneck ergeben, unter den Antworten aber nur Kreis, Achteck, Rechteck und Fünfeck stehen, ist E die richtige Wahl.
E bedeutet „die richtige Form fehlt in der Auswahl” und niemals „die Teile passen nicht zusammen”.

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