Medizinische Universität Innsbruck
Innsbruck ist der westlichste Standort und für Bewerber aus Süddeutschland oft der nächstgelegene. Die Bewerberzahlen liegen deutlich unter Wien.
Keine passenden Abschnitte gefunden.
1Auf einen Blick
| Ort | Innsbruck, Tirol |
| Studiengänge | Humanmedizin und Zahnmedizin |
| Studienplätze 2026/27 | 430 |
| Anmeldungen zum MedAT 2026 | 3.532 (3.124 Humanmedizin, 408 Zahnmedizin) |
| Bewerber je Platz | rund 8,2 |
| Abschluss | Dr. med. univ. (Diplomstudium, 12 Semester) |
| Aufnahmetest | MedAT-H bzw. MedAT-Z |
| Website | i-med.ac.at |
| Bewerbung | medizinstudieren.at — MedAT — gemeinsame Anmeldung |
2Zulassung und Bewerbung
Der Zugang läuft über den MedAT. Jedes Jahr ist der Ablauf gleich: Anmeldung im März über medizinstudieren.at, Gebühr 120 Euro, Test am ersten Freitag im Juli, Ergebnisse ab der 32. Kalenderwoche. 2026 war das der 3. Juli, als in Wien, Innsbruck, Graz und in Wels für den Standort Linz geprüft wurde.
Du meldest dich für genau einen Standort an. Ein Wechsel nach der Anmeldung ist nicht möglich, und dein Ergebnis gilt nur für diese eine Universität. Die Standortwahl ist damit selbst eine strategische Entscheidung, weil sich die Bewerberzahlen deutlich unterscheiden.
Die Quotenregelung ist für dich der entscheidende Punkt. Vergeben werden die Plätze je Standort gestaffelt: Zuerst gehen 75 Prozent an die Besten mit österreichischem Reifezeugnis. Um die nächsten 20 Prozent konkurrierst du dann gemeinsam mit genau den Österreichern, die in der ersten Runde knapp gescheitert sind. Die letzten 5 Prozent stehen allen offen, auch Bewerbern aus Drittstaaten.
Als Deutscher bist du EU-Bürger und damit Teil der 95 Prozent, die EU-Bürgern insgesamt vorbehalten sind, aber eben nicht Teil der 75 Prozent. Faktisch konkurrierst du damit um ein Viertel der Plätze, und dort gegen die stärksten nicht zugelassenen Österreicher. Deshalb liegen die nötigen Gesamtwerte im EU-Kontingent regelmäßig höher. Die Regelung gilt nur für die Humanmedizin, nicht für die Zahnmedizin.
3Was du wissen solltest
Innsbruck prüft über kumulative Modulprüfungen (KMP): die ersten beiden halbjährlich, danach jährlich. Die ersten beiden KMP gelten als die härteste Hürde des Studiums, denn wer sie besteht, kommt in aller Regel durch.
Für Südtiroler ist Innsbruck die naheliegende Adresse, geografisch wie rechtlich. Wer an einer deutsch- oder ladinischsprachigen Südtiroler Schule maturiert hat, tritt im Österreicher-Kontingent an und konkurriert damit um 75 statt um 20 Prozent der Plätze.