Johannes Kepler Universität Linz
Linz ist der jüngste Standort, dessen medizinische Fakultät 2014 den Betrieb aufnahm. Sie bildet nur in der Humanmedizin aus und hat die günstigste Bewerberquote des Landes.
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1Auf einen Blick
| Ort | Linz, Oberösterreich |
| Studiengänge | nur Humanmedizin |
| Studienplätze 2026/27 | 330 |
| Anmeldungen zum MedAT 2026 | 2.289 |
| Bewerber je Platz | rund 6,9 — die besten Chancen in Österreich |
| Abschluss | Dr. med. univ. (Diplomstudium, 12 Semester) |
| Aufnahmetest | MedAT-H |
| Website | jku.at |
| Bewerbung | jku.at/studium/studieninteressierte/anme… |
2Zulassung und Bewerbung
Der Zugang läuft über den MedAT. Jedes Jahr gleich ist der Ablauf: Anmeldung im März über medizinstudieren.at, Gebühr 120 Euro, Test am ersten Freitag im Juli, Ergebnisse ab der 32. Kalenderwoche. 2026 war das der 3. Juli (geprüft wurde in Wien, Innsbruck, Graz und in Wels für den Standort Linz).
Du meldest dich für genau einen Standort an. Ein Wechsel nach der Anmeldung ist nicht möglich, und dein Ergebnis gilt nur für diese eine Universität. Die Standortwahl ist damit selbst eine strategische Entscheidung, weil sich die Bewerberzahlen deutlich unterscheiden.
Die Quotenregelung ist für dich der entscheidende Punkt. Vergeben werden die Plätze je Standort gestaffelt: Zuerst gehen 75 Prozent an die Besten mit österreichischem Reifezeugnis. Um die nächsten 20 Prozent konkurrierst du dann gemeinsam mit genau den Österreichern, die in der ersten Runde knapp gescheitert sind. Die letzten 5 Prozent stehen allen offen, auch Bewerbern aus Drittstaaten.
Als Deutscher bist du EU-Bürger und damit Teil der 95 Prozent, die EU-Bürgern insgesamt vorbehalten sind, aber eben nicht Teil der 75 Prozent. Faktisch konkurrierst du damit um ein Viertel der Plätze, und dort gegen die stärksten nicht zugelassenen Österreicher. Deshalb liegen die nötigen Gesamtwerte im EU-Kontingent regelmäßig höher. Die Regelung gilt nur für die Humanmedizin, nicht für die Zahnmedizin.
3Was du wissen solltest
Zwei Besonderheiten: Der Test für den Standort Linz wird nicht in Linz geschrieben, sondern in Wels. Und weil hier keine Zahnmedizin angeboten wird, greift die Kontingentregelung auf alle 330 Plätze.
Als jüngste Fakultät ist Linz kleiner und persönlicher als Wien. Für 2026/27 vergibt Linz 330 Studienplätze, Wien 784. Der klinische Teil läuft über das Kepler Universitätsklinikum.