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Medizin studieren

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  1. Numerus apertus
  2. Allgemeines

    Wie du diesen Kurs nutzt
  3. Dein Weg zum Studienplatz in sechs Etappen
  4. Medizin studieren in Deutschland
    Deutschland: Zulassung
    6 Themen
  5. Deutschland: Studienorte für Humanmedizin
    43 Themen
  6. Deutschland: Bewerbung
    3 Themen
  7. TMSnat
  8. Deutschland: Aufbau des Medizinstudiums
  9. Deutschland: Wenn es nicht sofort klappt
  10. Medizin studieren in Österreich
    Österreich: Zulassung
    2 Themen
  11. Österreich: Studienorte für Humanmedizin
    4 Themen
  12. Österreich: Bewerbung
    2 Themen
  13. MedAT
  14. Österreich: Aufbau des Medizinstudiums
  15. Österreich: Wenn es nicht sofort klappt
  16. Medizin studieren in der Schweiz
    Schweiz: Zulassung
    2 Themen
  17. Schweiz: Studienorte für Humanmedizin
    11 Themen
  18. Schweiz: Bewerbung
    2 Themen
  19. Numerus clausus (Eignungstest für medizinische Studiengänge - EMS)
  20. Schweiz: Aufbau des Medizinstudiums
  21. Schweiz: Wenn es nicht sofort klappt
  22. Medizin studieren im Ausland
    Bewerbung im europäischen Ausland
    2 Themen
  23. Studienorte für Humanmedizin in Europa
    28 Themen
  24. Studium in Europa
    2 Themen
  25. USA und Rest der Welt
  26. Alternativen
    Privatuniversitäten
  27. Zweitstudium, Ortswechsel und Rückkehr aus dem Ausland
  28. Organisation
    Was das Studium kostet und wie du es finanzierst
  29. Dein Zeitplan bis zur Bewerbung
Lektion 14 von 29
Angefangen

Österreich: Aufbau des Medizinstudiums

Deniz Tafrali 10. August 2026

Das Medizinstudium in Österreich dauert sechs Jahre und endet mit dem Titel Dr. med. univ. Anders als in Deutschland gibt es keine bundesweit einheitlichen Staatsexamina — jede Universität prüft nach ihrem eigenen System.

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Zwei Studienformen

FormStandorteAbschlussarbeit
DiplomstudiengangWien, Graz, Innsbruckeine Diplomarbeit
Bachelor-MasterLinzBachelor- und Masterarbeit

Der Titel Dr. med. univ. ist kein Doktorgrad im deutschen Sinne, sondern der reguläre Studienabschluss. Wer wissenschaftlich promovieren will, hängt in Österreich ein eigenes Doktoratsstudium an.

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Wie geprüft wird

Die Prüfungsformen unterscheiden sich stark — das ist der spürbarste Unterschied zwischen den Standorten:

  • Graz — durchgehend modular, alle fünf bis acht Wochen eine Modulprüfung. Als härteste Phase gilt das Pathosemester im vierten Semester.
  • Innsbruck — kumulative Modulprüfungen (KMP), die ersten beiden halbjährlich, die restlichen jährlich. Die ersten beiden KMP gelten als schwerste Hürde.
  • Wien — jährliche summative integrierte Prüfungen (SIP) über den Stoff eines ganzen Jahres. Als schwerste gelten SIP 1 und Block 9 (Pharmakologie).
  • Linz — modularer Aufbau mit zusätzlicher jährlicher Gesamtprüfung.

Der Unterschied ist real: In Graz schreibst du alle paar Wochen eine Prüfung und lernst kontinuierlich. In Wien hängt ein ganzes Studienjahr an einer einzigen Prüfung. Wer weiß, wie er selbst lernt, sollte das bei der Standortwahl mitdenken.

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Praktika

PraktikumUmfangVergütung
Pflegepraktikumein bis zwei Wochen — deutlich kürzer als in Deutschlandunbezahlt
Famulaturenje nach Standort, in Graz insgesamt 12 Wochenunbezahlt, außer in Vorarlberg
Klinisch-praktisches Jahr (KPJ)in drei Tertiale aufgeteilt

Pflegepraktikum und Famulaturen absolvierst du in den vorlesungsfreien Zeiten. Im klinisch-praktischen Jahr bist du erstmals ordentliches Mitglied im ärztlichen Team.

Dass die Praktika in Österreich unbezahlt sind — mit Ausnahme Vorarlbergs — ist ein realer Unterschied zur Schweiz, wo Häfelipraktikum und Unterassistenz vergütet werden. Über sechs Jahre summiert sich das.

Sechs Jahre bis zum Dr. med. univ. Diplomstudium in Wien, Graz und Innsbruck, Bachelor-Master in Linz. Vier verschiedene Prüfungssysteme. Kurzes Pflegepraktikum, unbezahlte Famulaturen, KPJ in drei Tertialen.