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EMS-Vorbereitung 2027

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  1. EMS: Diagnostik - deine persönliche Lernsituation
  2. Komplette Testsimulation zur Einstufung
  3. Personalisierter Lernplan
  4. Heutige To-Do-Liste
  5. Ergebnisse abgeschlossener Testsimulationen
  6. Dein Vorbereitungsstand im Verlauf
  7. Kopfrechen-Trainer
  8. Grundlagen und Verfahren

    Numerus clausus und EMS
    5 Themen
  9. Anmeldung, Fristen und Formalitäten
    7 Themen
  10. Aufbau, Bewertung und Studienplatzvergabe
    5 Themen
  11. Das Lernsystem
    5 Themen
  12. Die neun Aufgabengruppen
    Muster zuordnen
    118 Tests
  13. Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis
    25 Tests
  14. Objekte im Raum
    1 Thema
    |
    111 Tests
  15. Quantitative und formale Probleme
    25 Tests
  16. Figuren lernen
    25 Tests
  17. Fakten lernen
    25 Tests
  18. Textverständnis
    25 Tests
  19. Diagramme und Tabellen
    25 Tests
  20. Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten
Lektion 11, Thema 5
Angefangen

Kopf, Körper und Nerven am Testtag

Deniz Tafrali 11. August 2026
Fortschritt
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Nach Monaten der Vorbereitung entscheidet ein einziger Vormittag, und das erzeugt einen Druck, den man nicht wegdiskutieren kann. Man kann ihn aber planen – und zwar so, dass am Testtag möglichst wenige Entscheidungen offen sind.

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Die Woche davor

In der letzten Woche lernst du nichts Neues mehr. Was du bis dahin nicht kannst, holst du in sieben Tagen nicht auf, während schlechter Schlaf messbar auf Konzentration und Arbeitsgedächtnis schlägt – also auf genau das, was geprüft wird. Stattdessen erledigst du die Logistik: Anreise mit Reserve planen, Einladungsschreiben ausdrucken, Ausweis bereitlegen, Bleistifte spitzen und ausprobieren, ein durchsichtiges Behältnis besorgen, Verpflegung einkaufen.

Die Materialliste am Abend vorher Lege alles am Vorabend auf einen Stapel und hake ab: Einladung, Ausweis mit Foto, drei Bleistifte 2B oder HB, Spitzer, Radiergummi, Filzschreiber, Verpflegung, durchsichtiges Behältnis.

Ein vergessener Ausweis ist der einzige Fehler dieses Tages, der sich durch keine Leistung ausgleichen lässt – ohne ihn wirst du nicht eingelassen.

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Der Testmorgen

Steh so früh auf, dass du in Ruhe frühstücken kannst, und plane die Anreise mit Reserve für Verspätungen. Wer zu spät kommt, wird nicht zugelassen, unabhängig davon, wer die Verspätung verschuldet hat – das ist die härteste Regel des Verfahrens und zugleich die am leichtesten vermeidbare.

Vor Ort meidest du am besten die Gespräche im Vorraum darüber, wer wie viel gelernt hat. Sie ändern nichts an deiner Vorbereitung und verschieben nur deinen Puls nach oben.

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Wenn es im Test schwierig wird

Es wird einen Moment geben, in dem du merkst, dass du eine Gruppe nicht schaffst. Dieser Moment ist eingeplant – bei einem Mittelwert von 88 von 162 Punkten geht es allen anderen im Raum genauso.

Jede Gruppe beginnt bei null Die neun Aufgabengruppen sind voneinander unabhängig. Eine misslungene Gruppe sagt nichts über die nächste, und der mittlere Rangplatz misst dein Profil, nicht deinen letzten Eindruck.

Was in einer Gruppe schiefgegangen ist, ist vorbei; was du dort noch grübelnd nachbereitest, kostet dich Punkte in der laufenden.

Ein praktischer Anker hilft dabei mehr als jeder Vorsatz: Wenn du merkst, dass du nicht mehr liest, sondern starrst, legst du den Stift für fünf Sekunden hin, atmest zweimal langsam aus und beginnst bei der nächsten Aufgabe. Fünf Sekunden kosten dich nichts, ein blockiertes Viertel kostet dich zweistellig viele Punkte.

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Nach dem Test

Vermeide den Vergleich der Antworten unmittelbar danach. Er ist unzuverlässig, weil es zwei Testformen gibt und die Erinnerung an die eigenen Markierungen nach vier Stunden schlechter ist, als man glaubt – und er kann dir vier Wochen bis zum Ergebnis verderben, ohne dass sich irgendetwas daran noch ändern liesse.

Das Lernsystem Der EMS misst Bearbeitungsfähigkeit, nicht Wissen – Fakten auswendig zu lernen nennt das ZTD selbst „nutzlos”.

Trainierbar ist die Technik: Formate, Zeitbudget, Antwortbogen, Erwartung.

Trainiere die schwächste Gruppe zuerst – der mittlere Rangplatz belohnt das Fehlen von Schwächen.

Sechs Monate à 4–6 Stunden, verteilt statt geblockt; Regelmässigkeit schlägt Umfang.

Diagnoselauf im Januar, Vollsimulationen im Juni, in der letzten Woche kein neuer Stoff.

Originalversionen II und III sind das beste Material; Version I ist als Übung verbrannt.

Fehler in vier Körbe sortieren: Verständnis, Tempo, Flüchtigkeit, Bogen – jeder verlangt eine andere Reaktion.

Nie festbeissen: Alle Aufgaben sind gleich viel wert, und leere Felder gibt es nie.

Letzte Minute jeder Gruppe für die Bogenkontrolle reservieren.

Ausweis, Einladung, Bleistifte – der einzige Fehler, den keine Leistung ausgleicht, ist ein vergessenes Dokument.

5

Quellen

Sämtliche Angaben in dieser Lektion sind belegt, und die folgenden Arbeiten sind frei zugänglich.

  • Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik (2026). Test-Info 2026 – Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz (EMS). Universität Freiburg, im Auftrag von swissuniversities.
  • Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik. Beispielaufgaben zum EMS sowie Originalversionen I–III und Material für Probeläufe.
  • Spicher, B. (2025). Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) – Bericht über die Durchführung und Ergebnisse. Berichte des Zentrums für Testentwicklung, Nr. 32, im Auftrag der Schweizerischen Hochschulkonferenz.
  • swissuniversities (2025). Anmeldung und Zulassung zum Medizinstudium – Durchführung des Selektionsverfahrens 2025. Mantelbericht zuhanden der Schweizerischen Hochschulkonferenz.