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EMS-Vorbereitung 2027

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  1. EMS: Diagnostik - deine persönliche Lernsituation
  2. Komplette Testsimulation zur Einstufung
  3. Personalisierter Lernplan
  4. Heutige To-Do-Liste
  5. Ergebnisse abgeschlossener Testsimulationen
  6. Dein Vorbereitungsstand im Verlauf
  7. Kopfrechen-Trainer
  8. Grundlagen und Verfahren

    Numerus clausus und EMS
    5 Themen
  9. Anmeldung, Fristen und Formalitäten
    7 Themen
  10. Aufbau, Bewertung und Studienplatzvergabe
    5 Themen
  11. Das Lernsystem
    5 Themen
  12. Die neun Aufgabengruppen
    Muster zuordnen
    118 Tests
  13. Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis
    25 Tests
  14. Objekte im Raum
    1 Thema
    |
    111 Tests
  15. Quantitative und formale Probleme
    25 Tests
  16. Figuren lernen
    25 Tests
  17. Fakten lernen
    25 Tests
  18. Textverständnis
    25 Tests
  19. Diagramme und Tabellen
    25 Tests
  20. Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten
Lektion 20 von 20
Angefangen

Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten

Deniz Tafrali 11. August 2026

Allgemeines

Wie viele Aufgaben muss man in welcher Zeit absolvieren?

  • 40 Zeilen zu je 40 Symbolen, also 1 600 Zeichen mit 400 Zielzeichen
  • 8 Minuten – im Schnitt zehn Zielzeichen pro Zeile
  • Die Zeichen und die Regel wechseln jedes Jahr

Ein Blatt mit 40 Zeilen zu je 40 Symbolen, insgesamt 1600 Zeichen. Du streichst nach einer einfachen Regel bestimmte Symbole durch – so schnell und so genau wie möglich. Als einzige Aufgabengruppe gibt es hier Punktabzug für Fehler, und die Punkte werden über eine Rangliste vergeben.

Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten
Stellung im TestDie allerletzte Aufgabengruppe, nach Diagramme und Tabellen – nach rund vier Stunden im Testraum
Umfang40 Zeilen zu je 40 Symbolen = 1 600 Zeichen, davon 400 Zielzeichen
Bearbeitungszeit8 Minuten
Gewichtung18 von 162 Punkten (11 %) – wie jede andere Aufgabengruppe auch
Was wird geprüft?Ob du rasch, sorgfältig und konzentriert arbeitest
AufgabenformatBestimmte Symbole durchstreichen, alle anderen stehen lassen. Die Zeichen und die Regel wechseln jedes Jahr und werden vorher nicht bekannt gegeben
BewertungDie einzige Gruppe mit Minuspunkten. Falsch markierte und übersehene Zeichen werden von den richtigen abgezogen – bis zur letzten Markierung
HilfsmittelSchwarzer oder blauer Filzschreiber empfohlen; nicht rot, nicht violett. Keine Lineale, kein zusätzliches Papier
FaktorWerkzeugfunktionen, Ladung .54 – die niedrigste aller neun Gruppen; sie misst etwas Eigenes
Schwierigkeit 2025Mittelwert 12,4 von 18 – die höchste Punktzahl aller Gruppen
Verteilung 2025Median 13, unteres Viertel bis 11, oberes ab 14 – stark linksschief
Zusammenhang zum Gesamtergebnisr = .635
BewertungsdetailRohwert → Skala 0 bis 18; die schwächsten 1,5 % erhalten 0, die besten 1,5 % erhalten 18
GrundprinzipZeilenweise, ein Strich pro Zeichen, niemals radieren

Welche Fähigkeiten werden geprüft?

  • Rasch, sorgfältig und konzentriert arbeiten – nach rund vier Stunden im Testraum
  • Eine unbekannte Regel in zwei Minuten aufnehmen und acht Minuten lang fehlerfrei anwenden
  • Das Verfahren einhalten: zeilenweise, ein Strich pro Zeichen, niemals radieren

Am Ende des Tests, nach rund vier Stunden, bekommst du ein Blatt mit vierzig Zeilen zu je vierzig Symbolen. Bestimmte davon sollst du durchstreichen, alle anderen stehen lassen. Acht Minuten. Welche Symbole es sind und nach welcher Regel gestrichen wird, erfährst du erst im Testraum – das ZTD ändert beides jedes Jahr und gibt es vorher nicht bekannt.

Das klingt nach der simpelsten Aufgabe des ganzen Tests, und in gewisser Weise ist sie das auch. Trotzdem ist sie diejenige, in der die meisten Prüflinge Punkte verschenken, die sie mit ein wenig Vorbereitung sicher gehabt hätten – und der Grund dafür hat nichts mit Konzentration zu tun.

Das eine Prinzip Fast alle grossen Punktverluste in dieser Gruppe sind Verfahrensfehler, keine Konzentrationsfehler: eine übersprungene Zeile, eine missverstandene Regel, eine unleserliche Markierung.

Wer das Verfahren kennt, ist gegen die teuren Fehler immun – und um mehr geht es hier nicht.

Wie sehen die Aufgaben aus?

Aufgabenstellung

Du bekommst ein Blatt mit vierzig Zeilen zu je vierzig Symbolen in Quadraten. Bestimmte davon streichst du durch, alle anderen lässt du stehen. Welche Symbole es sind und nach welcher Regel gestrichen wird, erfährst du erst im Testraum: Die Testleitung liest die Instruktion vor, und erst danach läuft die Zeit.

Ein einziger kräftiger Strich durch das Zeichen genügt. Drei Dinge gehen dabei regelmässig schief, und alle drei kosten Punkte.

  • Zu schwach oder zu kurz. Was das Lesegerät nicht erkennt, gilt als nicht markiert – und damit als übersehenes Zielzeichen, also als Fehler.
  • Zu lang. Reicht der Strich in ein Nachbarzeichen hinein, gilt auch dieses als markiert. Steht dort kein Zielzeichen, ist das ein zweiter Fehler.
  • Gemalt statt gestrichen. Wer den Strich sorgfältig nachzieht, verliert Zeit, die für mehrere richtige Markierungen gereicht hätte.

Deshalb empfiehlt das ZTD ausdrücklich einen Filzschreiber statt eines Bleistifts, und zwar in Schwarz oder Blau – rote und violette Stifte erkennt der Scanner nicht.

Niemals radieren In der Zeit, die eine Korrektur kostet, setzt du mehrere richtige Markierungen. Das ZTD stellt ausdrücklich fest, dass sich das Ausradieren hier nicht empfiehlt.

Lieber mehr Zeichen mit ein paar Fehlern als wenige völlig fehlerfrei – auch das steht so in den offiziellen Erläuterungen.

Antwortmöglichkeiten

Antwortmöglichkeiten gibt es hier nicht – du markierst direkt auf dem Bogen, und bewertet wird jedes einzelne Zeichen:

Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, weil die Bewertung anders funktioniert als überall sonst im Test.

  • Für jedes richtig und sauber durchgestrichene Zielzeichen erhältst du eine Zähleinheit.
  • Für jedes fälschlich durchgestrichene Zeichen wird eine Einheit abgezogen.
  • Für jedes fälschlich nicht durchgestrichene Zielzeichen wird ebenfalls eine Einheit abgezogen.
  • Gezählt wird alles nur bis zu deiner letzten Markierung. Was danach kommt, bleibt unberücksichtigt.

Aus dem Rohwert wird anschliessend die Punktzahl zwischen 0 und 18 gebildet: Die schwächsten 1,5 Prozent aller Teilnehmer erhalten 0, die besten 1,5 Prozent erhalten 18, und der Bereich dazwischen wird in siebzehn gleich grosse Abschnitte geteilt.

Das Wörtchen «bis» Zeilen, die du am Ende nicht mehr erreichst, kosten dich nichts. Zeilen, die du überspringst und die vor deiner letzten Markierung liegen, kosten dich jedes einzelne Zielzeichen darin.

Das ist der gesamte Unterschied zwischen einem normalen und einem katastrophalen Ergebnis in dieser Aufgabengruppe.

Eine vollständige Beispielaufgabe

Die konkrete Regel wechselt jedes Jahr – das ZTD führt dafür sogar eigene Zeichensätze, einen je Testjahrgang. Gleich bleibt das Prinzip: Ob ein Zeichen ein Zielzeichen ist, entscheidet sich nicht am Zeichen allein, sondern an seinem Zusammenhang. Dieselbe Ziffer ist an einer Stelle durchzustreichen und an der nächsten nicht. Die folgende Aufgabe ist deshalb keine Kopie eines Testjahrgangs, sondern eine eigene aus derselben Familie.

Vier Zeilen zu zwanzig Zeichen entsprechen im Verhältnis einer Zeile des echten Tests. Nimm den Filzschreiber, den du am Testtag verwenden wirst, und gib dir fünfzig Sekunden. Arbeite Zeile für Zeile von links nach rechts und überspringe nichts.

Beispielaufgabe Konzentriertes Arbeiten: vier Zeilen mit Ziffern in Kaestchen und der Regel zum Durchstreichen
Beispielaufgabe: Streiche jede Ziffer durch, die kleiner ist als ihre beiden Nachbarn.

Die Lösung Zeile 1: Position 2, 5, 13, 16, 19

Zeile 2: Position 4, 8, 10, 15, 18

Zeile 3: Position 3, 5, 9, 14, 17

Zeile 4: Position 2, 5, 8, 12, 15

In jeder Zeile stehen genau fünf Zielzeichen – das ist hier die Entsprechung zur Zehner-Probe des echten Tests. Wer in einer Zeile drei oder acht Striche gesetzt hat, hat nicht schlecht gearbeitet, sondern die Regel falsch verstanden.

Rechne dein Ergebnis so aus, wie es das Lesegerät tun würde: Zähl deine richtigen Markierungen, zieh jedes fälschlich durchgestrichene Zeichen ab und zieh zusätzlich jedes Zielzeichen ab, das du vor deiner letzten Markierung übersehen hast. Was hinter deiner letzten Markierung liegt, zählt nicht mit.

Warum das Auge hier versagt Der häufigste Fehler ist, eine Ziffer für sich anzusehen. Wer sich merkt „die 1 wird gestrichen”, markiert falsch, sobald links davon eine noch kleinere Ziffer steht – dann ist die 1 kein Zielzeichen mehr.

Ebenso trügerisch sind gleiche Nachbarn: Bei 3–3–6 ist die mittlere Ziffer nicht kleiner als die linke, also bleibt sie stehen. Prüfe deshalb immer beide Seiten, nie nur eine.

Im Dreierfenster lesen Lass den Blick nicht von Zeichen zu Zeichen springen, sondern schiebe ein Fenster aus drei Ziffern über die Zeile. Entschieden wird immer über die mittlere.

So triffst du pro Blick eine Entscheidung statt drei, und du kannst die Zeile in einem Zug durchlaufen – genau das, was diese Aufgabengruppe belohnt.

Was muss man bei den Aufgaben beachten?

  • Die einzige Gruppe mit Minuspunkten: Falsch markierte und übersehene Zeichen werden abgezogen – bis zur letzten Markierung.
  • Zeilenweise, von links nach rechts, keine Zeile auslassen – das ist die Auswertungslogik, keine Empfehlung.
  • Filzschreiber in Schwarz oder Blau; Rot und Violett erkennt der Scanner nicht.
  • Während die Instruktion vorgelesen wird, darfst du dir die Eselsbrücke auf den Bogen schreiben.
  • Nach dem Signal sofort aufhören – Weiterarbeiten zieht in der Regel den sofortigen Ausschluss nach sich.

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Das steht außerdem in diesem Kapitel

  1. Status praesens
  2. Anamnese
  3. Diagnostik
  4. Therapie
  5. Empfehlung
  6. Quellen

Diesen Testteil übst du auf Papier, nicht am Bildschirm. Gemessen wird, wie viele Zeichen du in acht Minuten sauber schaffst – wer klickt, arbeitet in einem anderen Tempo und macht andere Fehler. Deshalb findest du hier sechs Übungshefte zum Ausdrucken. Jedes enthält eine Instruktion, einen Bogen für deine Werte, zehn Arbeitsblätter mit je vierzig Zeilen zu vierzig Zeichen und die zugehörigen Lösungsraster.

Die Regel wechselt beim EMS von Jahr zu Jahr. Die sechs Hefte decken die sechs Varianten ab, die das Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik in seinen Beispielaufgaben zeigt; drei davon leiten sich aus dem Zeichen allein ab, drei aus seinem Verhältnis zum nächsten Zeichen. Übe alle, nicht nur eine – am Testtag zählt auch, wie schnell du dich auf eine ungewohnte Regel einstellst.

  • Zahl und Seitenzahl – markiere jedes Quadrat, dessen Zahl mit der Anzahl seiner Seiten übereinstimmt
  • Die doppelte Zahl – markiere jede Zahl, auf die das Doppelte folgt
  • Abwechselnde Linien – markiere jedes Kästchen mit abwechselnd durchgehenden und unterbrochenen Linien
  • Dick und dünn – markiere jedes Kästchen, bei dem jede Seite so dick ist wie die gegenüberliegende
  • Um 180 Grad gedreht – markiere jedes Zeichen, auf das seine eigene Drehung folgt
  • Genau drei Teile – markiere jedes Kästchen, das aus genau drei Teilen besteht

So gehst du vor. Drucke die Instruktion und ein Arbeitsblatt einseitig auf A4, lies die Regel in Ruhe, stelle dir acht Minuten und arbeite Zeile für Zeile, ohne eine zu überspringen. Nimm einen Filzschreiber statt eines Bleistifts, denn Radieren kostet Zeit. Die Seite wirst du nicht schaffen, und das ist so gewollt.

So wertest du aus. Leg das Lösungsraster daneben: Schwarz heisst, hier musste markiert werden, und rechts steht je Zeile, wie viele Zeichen es waren. Dein Rohwert ist die Zahl der richtig markierten Zeichen, abzüglich der falsch markierten und der übersehenen – jeweils nur bis zu dem Zeichen, an dem du aufgehört hast. Trag ihn auf dem Bogen „Deine Werte" ein, gleich auf Seite zwei jedes Hefts, und verfolge dort, wie er sich über die zehn Blätter entwickelt. Eine Umrechnung in Punkte gibt es hier bewusst nicht: Die amtlichen Tabellen gelten nur für die amtlichen Bögen.