Wärme
Temperatur ist Bewegung
Was misst ein Thermometer eigentlich? Nicht „Hitze“, sondern wie heftig sich die Teilchen bewegen. Temperatur ist ein Maß für die mittlere kinetische Energie der Teilchen: Je schneller sie zappeln, desto höher die Temperatur.

Daraus folgt sofort, dass es eine Untergrenze geben muss: Wenn die Teilchenbewegung minimal wird, geht es nicht mehr tiefer. Dieser Punkt ist der absolute Nullpunkt bei −273,15 °C, und genau dort beginnt die Kelvin-Skala:
T [K] = ϑ [°C] + 273,15
Der Abstand zwischen zwei Skalenstrichen ist bei Kelvin und Celsius gleich. Deshalb ist eine Erwärmung um 20 K dasselbe wie eine Erwärmung um 20 °C, weil nur der Nullpunkt verschoben ist. In allen Formeln mit ΔT darfst du beide Einheiten nehmen. Überall dort, wo eine absolute Temperatur steht (vor allem in der Gasgleichung), musst du Kelvin einsetzen.
Ein Körper enthält keine „Wärme“, denn Wärme ist übertragene Energie, die nur fließt, solange ein Temperaturunterschied besteht, und zwar von selbst immer von warm nach kalt. Was ein Körper enthält, heißt innere Energie.
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Das steht außerdem in diesem Kapitel
- Wärmemenge und Wärmekapazität
- Wie Wärme transportiert wird
- Die Hauptsätze der Wärmelehre
- Das ideale Gas
- Die allgemeine Gasgleichung
- Die drei Zustandsänderungen
- Das solltest du sicher können