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Schweiz: Aufbau des Medizinstudiums

Das Schweizer Medizinstudium dauert sechs Jahre und ist von den drei Ländern dasjenige, das am konsequentesten der Bologna-Struktur folgt: sauber getrennt in Bachelor und Master, mit je einer Abschlussarbeit.

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Aufbau des Studiums

AbschnittDauerBesonderheit
Bachelor of Medicine3 Jahremit Bachelorarbeit
Master of Medicine3 Jahremit Masterarbeit; enthält das Wahlstudienjahr
Eidgenössische Prüfung Humanmedizinnach dem 6. JahrStaatsexamen zum Abschluss

Anders als in Deutschland und Österreich schreibst du in der Schweiz zwei wissenschaftliche Arbeiten: eine im Bachelor, eine im Master. Wissenschaftliches Arbeiten ist damit fester Bestandteil des Studiums, nicht Kür.

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Praktika

BezeichnungEntsprichtDauer und Besonderheit
HäfelipraktikumPflegepraktikumvier Wochen, gut bezahlt
UnterassistenzFamulaturangemessen vergütet
WahlstudienjahrPraktisches Jahrim 5. statt im 6. Jahr, aus Unterassistenzen frei zusammenstellbar

Häfelipraktikum und Unterassistenzen absolvierst du in den vorlesungsfreien Zeiten. Das Wahlstudienjahr kannst du dir innerhalb einer bestimmten Zeitspanne frei zusammenstellen: Empfohlen werden Innere Medizin und Chirurgie.

Der Unterschied zum deutschen PJ ist mehr als ein Name. Das Wahlstudienjahr liegt ein Jahr früher, ist frei kombinierbar und wird in der Regel besser vergütet als in Deutschland oder Österreich. Die Höhe legen die Kliniken allerdings selbst fest, einheitlich ist sie nicht.

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Warum die Schweiz

Trotz der geringen Grösse des Landes ist die universitäre Ausbildung exzellent: Die ETH Zürich steht regelmässig in den Top 20 der Weltrangliste. Dazu kommt ein Campusleben in einem Land mit vier Landessprachen, was für internationale Kontakte und Weiterbildung ausserhalb des Studiums viel öffnet.

Dem stehen die Kosten gegenüber: rund 1.700 Euro Studiengebühren pro Jahr an den kantonalen Universitäten (an der ETH Zürich zahlen ausländische Studenten seit 2025 etwa 4.700 Euro) plus Schweizer Lebenshaltungskosten. Die Praktikumsvergütungen federn das ab, tragen es aber nicht.

Sechs Jahre, Bachelor und Master mit je einer Abschlussarbeit, danach die Eidgenössische Prüfung. Häfelipraktikum statt Pflegepraktikum, Unterassistenz statt Famulatur, Wahlstudienjahr im fünften Jahr: besser bezahlt, aber teurer erkauft.