Zeitlicher Ablauf des MedAT
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1Das Jahr im Überblick
Der MedAT folgt jedes Jahr demselben Takt: Anmeldung im März, Test Anfang Juli, Ergebnisse im August. Dazwischen liegen drei Monate, in denen es organisatorisch nichts zu tun gibt: Sie gehören vollständig dem Lernen.
| Wann | Was |
|---|---|
| 1. bis 31. März | Online-Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrags |
| April bis Juni | Lernphase, keine Fristen |
| erster Freitag im Juli | Testtag an allen vier Standorten |
| Anfang August | Ergebnisse und Platzzusagen per E-Mail |
| bis Ende August | Nachrückverfahren |

2Die Anmeldung im März
Die Anmeldung läuft ausschließlich online über die Universität, an der du antreten willst, und ist erst dann gültig, wenn der Kostenbeitrag von 110 Euro eingegangen ist. Entscheidend ist nicht das Datum deiner Überweisung, sondern der Eingang auf dem Konto der Universität, denn wer am 31. März überweist, ist zu spät dran. Plane hier ein paar Tage Puffer ein.
Bei der Anmeldung legst du Standort und Studiengang fest. Anmelden kannst du dich dabei an mehreren Universitäten, antreten am Testtag aber nur an einer, weil alle Standorte gleichzeitig prüfen. Wer sich mehrfach anmeldet, kann die Entscheidung also bis kurz vor den Test offenhalten, zahlt die Kostenbeteiligung von 110 Euro allerdings für jede Anmeldung getrennt.
3Der Testtag
Der MedAT findet an allen Standorten am selben Tag statt, in großen Messehallen: in Wien, Graz und Innsbruck jeweils auf dem Messegelände, für Linz in Wels. Überall ist der Test selbst identisch, die Organisation vor Ort unterscheidet sich leicht.
Am Eingang gelten strenge Regeln: Taschen, Jacken und vor allem Handys werden abgegeben, mitgebracht werden darf nur sehr wenig. Eigene Stifte sind in der Regel nicht erlaubt, das Material wird gestellt. Die Sitzplätze sind zugewiesen, meist alphabetisch, sodass es eine freie Platzwahl praktisch nicht mehr gibt.
Offizieller Beginn ist um 9:00 Uhr, tatsächlich startet der erste Untertest etwas später, denn zunächst gibt es eine Begrüßung und die Verlesung der Testregeln. Der Vormittag gehört dem BMS mit Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, direkt gefolgt vom Textverständnis. Danach liegt eine rund einstündige Mittagspause.
Am Nachmittag folgen die kognitiven Untertests, beginnend mit „Figuren zusammensetzen“, und zum Abschluss die sozial-emotionalen Kompetenzen mit „Soziales Entscheiden“ als letztem Untertest. Rechnet man die reine Bearbeitungszeit aller Untertests zusammen, kommt man auf gut vier Stunden. Offiziell ist der Test damit gegen halb drei zu Ende. Verlass dich darauf aber nicht: Durch Instruktionen, Materialausgabe und Wartezeiten zieht es sich in der Praxis regelmäßig bis 16 oder 17 Uhr. Plane den Testtag deshalb ganz frei und verabrede für den Abend nichts Festes.
Diese Länge ist der Grund, warum vollständige Simulationen so wichtig sind. Die einzelnen Aufgaben sind für sich genommen machbar, die Herausforderung besteht dagegen darin, am Ende eines langen Tages noch dieselbe Konzentration aufzubringen wie am Morgen.
4Ergebnisse und Nachrücken
Anfang August kommen Testergebnis und Bescheid per E-Mail. Du erfährst deinen Gesamtwert, deinen Rangplatz und ob es für einen Studienplatz gereicht hat.
Wer knapp danebenliegt, sollte den Bescheid nicht als endgültig betrachten. Jedes Jahr treten Zugelassene ihren Platz nicht an, etwa weil sie parallel in Deutschland zugelassen wurden oder sich anders entschieden haben. Diese Plätze werden nachbesetzt, meist bis Ende August, gelegentlich noch im September. Die Nachrückenden erfahren das ebenfalls per E-Mail, weshalb es sich lohnt, in diesen Wochen erreichbar zu bleiben.